Kurz und bündig

„… Schernikau, weil er die Sache so wunderbar auf den Punkt bringt: machen wir uns nichts vor: staatspolitik ist militärpolitik, kultur­politik ist wirtschaftspolitik, bürger­initiativen sind pipifax.“

Gefunden in einer klugen Imperialismusanalyse. Die Hervorhebung ist von mir. Doch will ich nichts weniger als mit dem Schernikau-Zitat Mutlosigkeit auslösen, im Gegenteil. Aber wir sollten uns bewusst sein, dass all unser Engagement (das „Pipifax“) immer nur befristet und und anteilig Erfolg haben kann, so lange wir in dieser Gesellschaftsordnung leben. Aber ohne Pipifax würde das gegenwärtige Leben noch trauriger, also lasst uns kräftig und klug weiter pipifaxen!

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2 Gedanken zu „Kurz und bündig

  1. Dem kann ich – ob der handyverbindung leider nur kurz – grob zustimmen. Ohne zu lesen – fast alle Imperialismus Analysen kranken daran, meist nicht über den (90% richtigen) Marx wirklich hinaus zu kommen. Warum funktioniert das (kranke) System, obwohl die Masse der vermeintlichen Verursacher keine, aber auch gar keine intellektuelle Vorstellung hat, wie das System funktioniert. Und warum verteidigt die Masse der ‚Opfer‘ dieses System im ‚westlich‘ denkenden Teil gegen die eigenen Realinteressen vehement? Eher nicht so in Südamerika bzw. Teilen Asiens? Weil sie so arm sind… – sagen wir Kranken. Nein, weil die Köpfe trotz Armut dort nicht mit der bei uns allgegenwärtigen Lebens- (und Todes-) Angst verteert sind, auch weil menschliche Kommunikation NOCH funktioniert. Wir stabilisieren dieses System mit den natürlichen Selbstbelügungen (typische Hirnfunktionen!!!) und Angst ist der Treibstoff. Wir können garnicht so viel Bildung generieren als das überall so intelligente Verschwörer säßen, in Firmen, Universitäten, Ämtern, Regierungen, Gremien usw.usf. Das heißt nicht, das es nicht Ausnutzer und halb-bewusste Profiteure (Parteien, Bürgermeister, Fraktionen, auch private KulturBETREIBER – und -MANAGER) gäbe. Man schaue sich den Wackelkurs selbst der Grünen und der SPD-Rudimente in Rostock genau an. Erst mit emotionalem Pipifax sind die intuitiv Handelnden den Halb-Kranken unter den Teer im Kopf gekommen. Auch Herr Methling hat da noch was Lebendiges, wenn auch Kybernetiker typisch, aber beim Konzert des freien StudentenOrchesters gestern in der Rostocker Uni-Kirche konnte ihn zumindest ein Stück auch emotional richtig begeistern. Ob Oberbürgermeister Methling allerdings wusste, dass ohne eine Philharmonie in Rostock dieses Konzert gestern SO nicht hätte stattfinden können, wage ich immer noch – leider – sehr zu bezweifeln. Aber es lässt hoffen, dass man überall dem Teer emotional beikommen kann. Die Medizin hilft da derzeit kaum. Weniger Teer ist da nämlich leider oft auch nicht, wenn es um die ‚Höhen‘ dieses Faches geht. In diesem Sinne: Ängste und Traumata aller Bürger verflüchtigt euch! DAFÜR müssen aber alle REDEN, EHRLICH – also OHNE LÜGEN… Geht nicht? Ja, arme Schweine, aus denen der Imperialismus gemacht ist. Wir waren schon einmal weiter als Marx… BIOPSYCHOSOZIALE EINHEIT – Mensch!!

    • Danke, Arne (wenngleich Handy für Webseiten m.E. wirklich nur ein Notbehelf ist) ! Danke auch für das Stichwort „Biopsychosoziale Einheit“ – mein Prof. und Doktorvater Günter Tembrock war auch mit dabei und alle Beteiligten engagierten sich mit Herz und Verstand bei diesem (Forschungs-) Thema – bis 1990.

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