Demo am 2. Dezember 2015 vor dem Rathaus

„Kunst ist Opposition“ Thomas Mann

DEMONSTRATION
02.12.15 vor dem Rostocker Rathaus
um 15:30 Uhr

– ROSTOCK SEI LAUT! –

Ergänzung am 2.12.2015:

Pressemitteilung der Initiative Volkstheater: Kundgebung am Mittwoch, 02.12.2015, 15.30

Die Initiative Volkstheater, der Theaterförderverein „Freunde und Förderer des Volkstheaters Rostock e.V.“ und Studenten der Hochschule für Musik und Theater Rostock (HMT) rufen gemeinsam zu einem musikalischen Lichtermeer zum Erhalt des Rostocker Volkstheaters mit allen seinen vier Sparten auf.

Begleitet von den Teilnehmern der Kundgebung werden Mitglieder des Opernchores des Rostocker Volkstheaters das alte Volkslied „Nehmt Abschied, Brüder …“ singen. 90 symbolische Lichter für die Ensemblemitglieder, die als Erste entlassen werden sollen, werden brennen.

Wir treffen uns alle zur friedlichen Demonstration am

Mittwoch, dem 02.12.2015 um 15.30 Uhr
vor dem Eingang des Rostocker Rathauses.

Die „Initiative Volkstheater“ ist eine private,
unabhängige und überparteiliche Kooperative Rostocker Bürger,
initiiert von Thomas Kunzmann, Malte Rüther und Jan-Ole Ziegeler
zum Erhalt des Rostocker Volkstheaters mit den Sparten
Tanztheater, Musiktheater, Schauspiel und der Norddeutschen Philharmonie.

Schirmherren der „Initiative Volkstheater“ sind der Schauspieler Charly Hübner und die Bundestagsabgeordnete a.D. Dr. Christine Lucyga.

Übernommen von der Facebook-Seite der „Initiative Volkstheater“.

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„Sturmwächter“-Rede von Malte Rüther für den Erhalt des Rostocker Volkstheaters vom 17.11.2015 (Es gilt das gesprochene Wort)

Rostockerinnen und Rostocker, ich freue mich: Wir sehen heute ein Konzert mit der Norddeutschen Philharmonie Rostock, mit den Gesangssolisten und dem Opernchor des Rostocker Volkstheaters. Musik, die etwas bedeutet und in uns bewegt. Gesang, die elementarste aller Musikformen, der die Seele direkt berührt, Kultur, die uns bereichert, die unser Rostock bereichert.

Rostockerinnen und Rostocker, ich bin traurig: Das, was wir heute erleben dürfen, wird es wohl bald in Rostock nicht mehr geben. Schuld sind Engstirnigkeit und Kleingeist, die Arroganz der Macht und der unbedingte Wille, ein wertvolles Kulturgut zu zerstören, in Teilen der Rostocker Kommunalpolitik und der Landespolitik.

Rostockerinnen und Rostocker, lasst Euch nicht für dumm verkaufen! Euer Oberbürgermeister und Euer so genannter „Bildungsminister“ sagen, dass sie das Volkstheater „zukunftsfähig“ machen wollen – und zu diesem Zweck sollen alle Gesangssolisten, der gesamte Opernchor und alle Tänzer entlassen werden, eiskalt und ersatzlos gestrichen. Was ist das für denn eine kranke Logik? Das Theater wird nicht zukunftsfähig gemacht, es wird weggespart. Arbeitsamt statt Tanz, Hartz IV statt Opern. Das „halbe“ Volkstheater ohne Sänger und Tänzer soll aber die gleichen Einnahmen erzielen wie bisher das ganze – Ein wahres Wunderwerk der Rechenkunst, Herr Methling, Herr Brodkorb, jeder Controller würde für so etwas entlassen werden (Vielleicht entlassen die Wähler ja Sie auch…)!

Wer rechnen kann, weiß, dass dieses Modell nicht aufgeht, dass Orchester und Schauspiel als nächstes auf der Streichliste stehen werden, und dass das von den eingesparten Gehältern des entlassenen Ensembles finanzierte Gebäude am Bussebart vieles sein wird, nur kein lebendiges Theater, allenfalls eine Mehrzweckhalle. Doch von Alternativen will der OB nichts wissen: Schließlich hat er die Spartenschließung ja angekündigt, nun setzt er sie um, ob sie Sinn ergibt, ist da egal.

Mit Verlaub, Herr Methling: Wer so viel Energie darauf verwendet, ein funktionierendes, erstklassiges und angesehenes Theaterensemble mit einem über Jahrzehnte gewachsenen Opernchor zu zerschlagen, obwohl es Alternativen gibt, die finanzierbar sind; wer so viel Energie darauf verwendet, ein Unesco – Weltkulturerbe, nämlich die deutsche Theater- und Orchesterlandschaft, hier in Rostock zu zerstören,–der betreibt Bilderstürmerei und nichts anderes. So viel Meinungsfreiheit muss sein, auch in Rostock! Mich können Sie ja nicht entlassen…

Rostockerinnen und Rostocker,

wollt ihr das alles wirklich? Oder wollt Ihr Eurer Theater behalten, pflegen, nach vorne bringen, mehr von Euren Mitbürgern für Orchester, Gesang, Tanz und Schauspiel begeistern und ins Theater mitbringen? Und wollt Ihr mit Euren Kindern und Enkeln noch in die Oper und ins Tanztheater gehen können? Oder sollen sie in einer Stadt der kulturellen Verflachung aufwachsen, deren Kultur nur noch Jahrmärkte sind?

Rostockerinnen und Rostocker, das Theater gehört nicht Herrn Methling und Herrn Brodkorb – Es ist Euer Volkstheater, tut etwas dafür! Sagt Euren Stadtoberen, dass Ihr das Volkstheater weiter wollt. Sagt ihnen, dass Ihr die Opern wollt, dass Ihr den Tanz wollt, dass Ihr Euren Opernchor, Eure Sänger und Tänzer behalten wollt. Sagt Euren Stadtoberen, dass Ihr keine leere Betonhülle am Bussebart wollt, als Mausoleum eines einst lebendigen Volkstheaters . Seid solidarisch, Rostocker! Und Sagt Eurem Bildungsminister, sagt Eurem Ministerpräsidenten: Wenn Ihr das Rostocker Volkstheater weiter zerstört, wenn Ihr Eure Politik nicht ändert, könnt Ihr Eure Wiederwahl vergessen.

Und, Mitglieder der Bürgerschaft: Lasst auch Ihr Euch nicht für dumm verkaufen, so wie am 25. Februar, als Ihr für den Kahlschlag als „Kompromiss“ getarnt, als ihr für die Spartenschließung als „Kooperation“ getarnt gestimmt habt, Frau Briese-Finke, Herr Dr. Terpe. Knickt nicht wieder und weiter ein, stoppt den Kulturkahlschlag stoppt die Totengräber des Volkstheaters jetzt!

Es lebe das Rostocker Volkstheater mit allen seinen Sparten und Mitarbeitern!

Wenn ich das Wort Kultur höre…

„Wenn ich Kultur höre … entsichere ich meinen Browning“, heißt es im „Schlageter“-Stück des SS-Oberführers und Präsidenten der Reichsschrifttumskammer Hanns Johst. Göring übernahm das Zitat und benutzte es so oft, dass es gemeinläufig ihm zugeschrieben wird.

Warum dieser Rückblick? Vielleicht, weil es heute nur auf den ersten Blick etwas subtiler zuzugehen scheint, aber auf den zweiten Blick genauso brachial? Die Zustände am VTR müssen hier nicht explitzit genannt werden. Jetzt wird in Rostock die Kulturkeule gegen das LOHRO geschwungen (und wiederum ist der Herr Oberbürgermeister direkt beteiligt) und andernorts löst man mal eben so ein Orchester auf, in Mainz wird das Theater angezeigt, weil die Mitarbeiter im Theater Beethovens „Ode an die Freude“ sangen, während sich die AFD vor dem Theater versammelte…

Nein, eine Pistole brauchen die heutigen Kulturschänder nicht, es reichen ein Dreh am Geldhahn, Repressionen und willlfährige Schlechtschreiber…

Jetzt auch noch offene Angriffe auf die „Initiative Volkstheater“ – was ist denn das für ein schlechter Stil, liebe OZ? Die Ostsee-Zeitung war einmal Vorreiter für den Erhalt des vierspartigen Volkstheaters und setzte mit ihren OZ-Foren zum VTR Maßstäbe für ein deutliches Engagement zugunsten unseres Stadtheaters – solange Frank Pubantz die rostocker Lokalredaktion leitete. Inzwischen hat wohl nicht nur die Kulturredaktion eine offenbar gänzlich andere Sicht aufs Theater, wie der  Verriß der Tanztheater-Uraufführung „Robin Hood“ durch Kulturchef Michael Meyer überdeutlich zum Ausdruck brachte. Nun kann man ja einen Theaterbesuch mental sehr unterschiedlich erleben und entsprechend darüber berichten. Aber von einem verantwortlichen Redakteur darf man auch ein Mindestmaß an Sachlichkeit erwarten, sonst läuft es für den arglosen Leser auf Desinformation hinaus.

Was hat das mit den Angriffen auf die Initiative Volkstheater zu tun? Auf seiner eigenen Facebook-Seite hat sich ein Initiative-Mitglied sehr über die ungerechte „Kritik“ des Herrn Meyer geärgert und dazu geschrieben. Das wurde dann (facebook-üblich) auf der FB der Initiative rebloggt. Was zumindest den Herrn Andreas Meyer, Leiter der Lokalredaktion Rostock, offenbar so sehr ärgerte, dass er in der heutigen OZ-Ausgabe eine regelrechte Schlammschlacht eröffnete. Unter der Überschrift „Krawall statt Konsens“ erfahren die OZ-Leser, „im Ton vergreift sich die Initiative gewaltig“. Beweis: Ein (in Zahlen: 1)  Mitglied der Initiative „beschimpfte“ auf der Facebooik-Seite der Initiative unlängst die Rostocker als „sattgefressen“ und „lahm“ (richtig, aber auch nicht zielführend: Der Schreiber beschrieb die wenig theater-engagierte Mehrheit der Rostocker als sattgefressen und lahm). Ein einziges Mitglied von rund zweitausend ist für Herrn Meyer repräsentativ! Noch dazu auf Facebook, diesem Netzwerk, auf dem es von unbedarften, dümmlichen, oft pubertär wirkenden Kommentaren nur so wimmelt! Wäre mir FB nicht viel zu unangenehm und hätte ich die Zeit, würde ich jetzt auf der FB-Seite der OZ gründeln gehen. Herr Meyer, nach Ihrer Vorgehensweise wäre das Ergebnis für die OZ katastrophal!

Dank Herrn Meyer können wir aber die meyer’sche (Un-) Logik mit seinen eigenen Worten kurz zusammenfassen: „Wer geht schon gerne ins Theater, wenn er sich vorher beschimpfen lassen muss?“

Und ich selbst frage mich, warum zahlst Du noch für die OZ, statt für das eingesparte Geld ins Theater zu gehen?

 

 

Kleine Chronik

Das ist nur der Versuch einer kleinen Chronik an Hand öffentlicher Informationen

20.07.2015

NDR: Radikales Volkstheater-Sparkonzept vorgelegt

Die Geschäftsführung des Volkstheaters Rostock hat am Montag [also heute, am 20.7.] in einem internen Papier die geforderte Komplettschließung des Musik- und Tanztheaters sowie die Halbierung des Schauspielensembles ins Spiel gebracht. Das würde die Entlassung von 92 Mitarbeitern bis 2020 bedeuten… Latchinian und Rosinski verweisen darauf, dass der verbleibende Restbetrieb auf ein Konzerthaus mit einem Bespieltheater im Schauspiel hinauslaufe.

 

21.07.2015

Schon einen Tag später berichtet der NDR: OB Methling kritisiert „Bankrotterklärung“.

Das Papier sei „eine einzige Bankrotterklärung“, sagte Methling am Dienstag. Dass es harte Einschnitte geben müsse, sei allen bewusst. Es sei aber unverständlich, dass die Theater-Geschäftsführung sich nicht an dem orientiert habe, was Gutachter zuvor aufgezeichnet hätten. „Stattdessen wird ein Papier vorgelegt, das eine einzige Inszenierung auf der Basis der größtmöglichen Provokation zu sein scheint.“

 

23.09.2015

„Sparzwang am Volkstheater Rostock: „Ich hab’ es gern unbequem“ (Latchinian)“: Berliner Zeitung

 

25.09.2015: „Es fehlt die tragende bürgerliche Schicht… dies ist eine postsozialistische Gesellschaft, die nicht weiß, wie sie mit sich selbst kommunizieren soll“: Rosinski in der taz.

 

28.09.2015

Wenn das Theater alles gibt“: das-ist-rostock.de

21.10.2015

Landtagsfraktion Die Grünen: 399/2015 Berger: Theater in MV bundesweit am effektivsten – Kosten für Theatergutachten laufen dagegen aus dem Ruder

 

23.10.2015

Erste wissenschaftlich fundierte Studie in Deutschland über ökonomische Auswirkungen eines Konzerthaus-Betriebs

 

03.11.2015

Junge Welt: Nicht neutral bleiben! „Die Gewehre der Frau Carrar“ an der Vorpommerschen Landesbühne.

 

03.11.2015

Ostsee-Zeitung: Oberbürgermeister entmachtet Theater-Chefs

 

04.11.2015

Die Quelle der vorstehend zitierten Ostsee-Zeitungs-Meldung ist die erst auf den 4.11.2015 datierte „Vorlage – 2015/IV/1241“, federführend ist die städtische „zentrale Steuerung“ (wer bitte ist das?!), federführender Senator ist der OB. Das Anliegen dieser Vorlage ist:

Es wurde bereits im Zusammenhang mit der damals getroffenen Entscheidung zur Kündigung von Herrn Latchinian darauf hingewiesen, dass ihm grundsätzlich das Recht zusteht, seine Meinung zu äußern, diese Freiheit jedoch in einem Spannungsverhältnis zu den Pflichten steht, die ein Anstellungsvertrag im Verhältnis zwischen einer Gesellschaft und einem Geschäftsführer begründet.

Fünf Anlagen (in Form von Zeitungsartikeln) belegen die vielfache „Verletzung“ dieses Spannungsverhältnisses in Form von gelb markierten Textstellen. Beispiele:

Wir wurden genötigt, ein Konzept aufzustellen mit von der Politik vorgegebenen Rahmenbedingungen.

Die Bürgerschaft hat die Materie abgegeben.

Im Volkstheater arbeiteten zu Wendezeiten 725 Menschen, heute sind es 280… Wird weiter gespart, werden Theater zerstört.

Dass man meint, bei der Kultur am schmerzfreiesten kürzen zu können, deute ich als Ausdruck einer gewissen geistigen Verwahrlosung, die leider in unserer Gesellschaft passiert.

Ergebnis wäre nicht das 2+2-Sparten-Modell, sondern „1,5 plus null“.

Für Latchinian ist Demokratie gleichbedeutend mit Theater, wer das schließen will, handle schlicht „undemokratisch“.

Die fünfte Anlage, ein Artikel in der Ostsee-Zeitung vom 28.8.2015, ist leider nicht zu öffnen. Aber auch ohne die dort erfolgten Markierungen wird in den vorstehend nur auszugsweise zitierten, vom OB offenbar zutiefst mißbilligten Textstellen deutlich, wie viel Meinungsfreiheit unser OB seinen Untergebenen zubilligt – nämlich KEINE! Nicht einmal Faktennennung (obige Zitate 1-3) ist erlaubt!

 

04.11.2015

NDR: Theaterleitung von Planungen ausgeschlossen

 

04.11.2015

Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer: Rostocks Theater-Groteske erlebt den nächsten Akt: OB Methling „übernimmt“

 

04.11.2015

Das Magazin Klassic.com meldet: Volkstheater Rostock: Theaterleitung von Planungen ausgeschlossen

 

05.11.2015

Genossenschaft deutscher Bühnen-Angehöriger: „Der Oberbürgermeister als Künstler

 

05.11.2015

Die „neue musikzeitung“ ist vermutlich sehr dicht dran am Hintergrund allen Geschehens:

Rostock: Die Theater-Demontage in Meck-Pomm nimmt groteske Formen an: Zunächst hatte Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling vergeblich versucht, den Intendanten des Volkstheaters Sewan Latchinian fristlos zu kündigen. Die Bürgerschaft der Hansestadt machte die Kündigung rückgängig. Nun geht Methling einen anderen Weg: Er übernimmt den Job einfach selbst und entbindet Latchinian und Geschäftsführer Stefan Rosinski kurzerhand jeglicher Verantwortung oder Mitarbeit am Zukunftskonzept. Methling schreibt es lieber selbst mit Hilfe von gutbezahlten externen Beratern. Die kommen aus Methlings Immobilien-Umfeld und planen die Umgestaltung aller Spielstätten in sogenannte volkstümlich-erotische „Vergnügungs-Zentren“.

Endlich benennt es mal einer, das „Immobilien-Umfeld“!

 

06.11.2015

Schnelle Bestätigung der nmz-Ahnung: Heute berichtet die Ostsee-Zeitung über einen „50-Millionen-Euro-Plan für den Stadthafen“. 50 Millionen Euro, so viel soll(te) das neue Theater kosten. Für diesen Neubau muss die Theatertruppe schon ab 2016 löhnen. Und nun wird aus dem Theaterneubau ein „Erlebniszentrum zur Seefahrt“, ein „Maritim-Touristisches Zentrum“! Dagegen ist ja der Lachotzke-Vorschlag des „Zuckerhutes“ ein reines Zuckerschlecken. Deshalb wohl wurde die Bauanfrage für den Zuckerhut auch umgehen negativ beschieden.

Ein Leserbrief bringt es wohl auf den Punkt: Nachtigall, ick hör dir trapsen!


 

ab 07.11.2015

Sturmwache für das Volkstheater Rostock

Eine Aktion für Toleranz und Solidarität: Die Bürger der Hansestadt Rostock wachen über ihre Stadt und ihr Volkstheater

Beginnend mit dem 7. November 2015, dem Premierentag von Henrik Ibsens EIN VOLKSFEIND in der Regie von Sewan Latchinian, werden Bürger Rostocks an Vorstellungstagen jeweils abends 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn symbolisch ihren Dienst als Sturmwächter antreten.

Dank der Unterstützung der Initiative Volkstheater Rostock werden Bürger auf dem „Turm“ -der Außentreppe am Probebühnentrakt – für ca. 15 Minuten den Posten eines Sturmwächters beziehen, um mit einem Glockenschlag und persönlichen Worten die Bewohner der Hansestadt einschließlich ihres Theaters vor nächtlichen Stürmen oder Unwettern zu warnen.

Hintergrund dieser symbolischen Besetzung des Hauses ist die andauernde und breite Beteiligung Rostocker Bürger, die im Frühjahr mit großer Vehemenz für das Theater mit allen vier Sparten und die Weiterarbeit des entlassenen Intendanten Sewan Latchinian demonstrierten. Diese öffentliche Partizipation soll angesichts der aktuellen kulturpolitischen Entwicklungen mit einer langfristigen Aktion weiter erhalten und neu angeregt werden und die STURMWACHE als Plattform der demokratischen Meinungsäußerung genutzt werden.

Interessenbekundungen für diese außergewöhnliche Aufgabe eines „Sturmwächters“ hat es bereits gegeben. Weiterhin aufgerufen, sich als Sturmwächter zu beteiligen, sind bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur, die einen besonderen Bezug zu Rostock haben und natürlich alle interessierten Bürger der Hansestadt Rostock, die sich für das Begehren des Volkstheaters aussprechen wollen.

Interessierte können sich an die Initiative Volkstheater Rostock wenden: Jan-Ole Ziegeler, initiative-volkstheater@gmx.de oder Tel.: 0172 2796835.


 

Und natürlich die „Initiative Volkstheater Rostock“, immer tagaktuell, immer engagiert:

https://www.facebook.com/groups/1553224471592219/


 

Auch eine kleine Nebenfrage sollte erlaubt sein: Woher kommt plötzlich das viele Geld für die Unterbringung und Versorgung der vielen Flüchtlinge? Kultur ist nicht teilbar, Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft sind ein unverzichtbares Element. Aber gerade wegen der Unteilbarkeit: Woher kommt jetzt plötzlich das viele Geld?

http://www.ostsee-zeitung.de/Extra/Meinung/Leserbriefe/Politik-Leserbriefe/Unterbringung-von-Asylbewerbern