Theater kann Mut machen…

Prof. Volker Rundshagen, Tourismusexperte an der Hochschule Stralsund, rät den Toursitikern  laut OZ vom 18./19.11.2017 u.a.:

Dem Urlaubsland MV empfiehlt Rundshagen daher, stärker auf die Kulturschiene zu setzen: „Wir haben die Backsteingotik, die Festspiele MV, Museen, Nationalparks und Künstlerkolonien. Hier sollten die Kräfte gebündelt und die buchbaren Angebote in Haupt- und Nebensaison ausgebaut werden.“

Theater vergisst auch der Stralsunder Rundshagen in dieser Aufzählung der „Kulturschiene“. Woran liegt es? Vielleicht daran:

Im Ernst: Theater kann die Welt nicht ändern. Aber Theater kann Mut machen, sie zu ändern.

Welches Theater in MV wäre hier zu nennen?

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2 Gedanken zu „Theater kann Mut machen…

  1. Mein Leserkommentar zum OZ-Artikel „Der Urlauber wird immer anspruchsvoller“ vom 18./19.11.2ß17: „Prof. Rundshagen zählt eine ganze Reihe von Elementen auf, die er zur „Kulturschiene“ rechnet. Theater sind nicht dabei Warum nicht? Prof. Rundshagen wohnt und lehrt in Stralsund, einem Theaterstandort.
    Selbst wenn ihm die gegenwärtige Theater-Qualität nicht gefällt, darf man Theater doch nicht einfach ignorieren. Die Hoteliers sollen ihr Mobiliar modernisieren, rät auf der Professor. Warum rät er nicht in gleicher Weise den Theatern, attraktiver zu werden – auch für die Urlauber?“

  2. Arne Schoor schrieb in der OZ folgenden Leserbrief_
    “ Die Landestourismuskonzeption hatte das Problem schon lange erkannt, aber nichts wurde in Schwerin davon erinnert, als die Theaterreform das Kulturloch der Nebensaison weiter zu vergrößern begann. Es geht aber noch viel tiefer, da das Unterschätzen des Sektors Kultur der Ast war, den sich vermeintlich am Gemeinwohl orientierte Kammern nun unter Geschäften derer, die vertreten werden sollten, hinweg gesägt haben. Die aktuelle Kulturphobie – ein wohl psychisches Phänomen, welches sich klarer darstellt, wenn praktizierende Ärzte offen reden: 50 Prozent der Körperleiden sind für sie eher seelische Leiden – droht nun den Ast abstürzen zu lassen.

    Dann wird irgendwann der imaginäre Marktfaktor vom Himmel geholt, um die selbst aktiv und passiv unterstützten Scharmüzel im Kontext Kultur nicht erinnern zu müssen. Nur kooperative Systeme werden in komplexen Gefügen langfristig überleben. Das Verkehrsministerium schläft weiterhin ruhig, so dass immern noch kein Mensch am Kulturwochenende abends mit dem Zug nach dem Theaterbesuch nach Hause kommt. Von Arbeitstagen wollen wir gar nicht reden. Die Touristen sind vom Autochaos so genervt, dass sie sogar vom Urlaubsort aus Bus und Zug fahren würden. Fehlanzeige.

    Die Theater des Landes sind nicht nur von den Touristenzentren der Küste und im Inland praktisch autofrei abends nicht erreichbar. Die Selbstorganisation des Kulturproblems mag man sich wegreden, aber leider nicht nur Touristen reagieren einfach mit wegbleiben, zumal wenn die Stammgäste über die Jahre eben doch irgendwann etwas betagter werden.“
    http://www.ostsee-zeitung.de/Extra/Meinung/Leserbriefe/Seit-2010-benannt

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