Sie haben es getan!

Sie haben wirklich Brodkorb zum Finanzminister gemacht. Das ist ein ganz schlimmes Programm. Bislang kämpften wir für den Erhalt eines funktionsfähigen Vier-Sparten-Volkstheaters. Den Kampf haben wir jetzt wohl unwiderruflich verloren.

Schlimmer noch: Die kulturelle Verödung wird weiter gehen und nicht mehr vorzugsweise auf Vorpommern beschränkt bleiben. So wie die „Büchner“ nicht zu bewahren war, das Desinteresse der Landesregierung am Erhalt der Mühlendammschleuse unübersehbar ist, den wenigen noch vorhandenen Wassermühlen im Lande auf Teufel komm raus der Garaus gemacht wird (ganz schlimmes Beispiel: Wassermühle in Rüthing), so wird es jetzt auch auf andere Lebensbereich übergreifen. Immer mit dem Finanzargument, das bei genauerem Hinsehen jedoch kaum einmal greift.

Eigentlich hat es schon lange übergegriffen, ob mit oder ohne Finanzargument:

  • Kein entschiedenes Vorgehen gegen Megaställe, sondern butterrweiche „Änderungs“-Genehmigungen zur hemmungslosen Vergrößerung bestehender Anlagen.
  • Glyphosat ist nicht so schlimm.
  • Uferrandstreifen minimieren und statt dessen den „guten ökologischen Gewässerzustand“ durch sündhaft teure Fischaufstiegsanlagen herstellen wollen (die dann nicht einmal mehr eine Wasserstandsregulierung ermöglichen).
  • Gegen den Willen der Einwohner alte (manchmal sogar unter Denkmalschutz stehende) Pflasterstraßen shreddern und zugunsten der Planer und Baufirmen mit viel öffentlichem Geld durch Asphalt ersetzen.
  • Zulassen, dass bei mehrteiligen Biogasanlagen jedes Teilelement als eigene GmbH deklariert wird, um den maximalen Förderbetrag abzufassen (aber den Investor von „Hohe Düne“ vor Gericht zerren, weil er Yachthafen und Hotelanlage als jeweils eigenständige Investgition deklarierte).
  • Nichts Ernsthaftes gegen die steigenden Grundwasserbelastungen (nicht nur Nitrat!) unternehmen.
  • Mit dem Trick einer „Änderungsgenehmigung“ in Rostock eine Müllverbrennung erlauben (ohne Umweltverträglichkeitsprüfung, ohne Öffentlichkeitsbeteiligung, mit minimaler Rauchgasreinigung und minimalster Überwachung des Schadstoffausstoßes).
  • Gegen ein eindeutiges Urteil des Oberverwaltungsgerichtes (OVG) M-V über die Unrechtmäßigkeit dieser Erlaubnis Widerspruch einlegen.
  • Wegen der Klärschlammbelastungen nun auch noch den Klärschlamm verbrennen zu wollen.
  • usw. usf.

Ach, das ist ja nur eine klitzekleine Auswahl einer extrem bürger-, kultur- und zukunftsfeindlichen Landespolitik!

Dabei geht es am allerwenigsten darum, öffentliche Gelder einzusparen. Sonst dürfte beispielsweise nicht die betroffene Landesbehörde gegen das greifswalder OVG-Urteil auf Bundesebene zu Felde ziehen und dafür auch noch einen sehr teuren hamburger Rechtsanwalt anheuern – obwohl die Behörde einen fest angestellten, sachkundigen Juristen beschäftigt und es ja wohl im Lande noch andere gute Anwälte für Verwaltungsrecht gibt.

Was kann da noch ein VTR-Blog ausrichten? Sollten wir ihn als „Kassandra-Rufe“ weiterführen oder einstellen? Die unmittelbar Betroffenen wird weder das Eine noch das Andere interessieren, sie haben diesen Blog bislang nicht ein einziges mal genutzt.

Ein Leserbrief in der Ostsee-Zeitung:

Die Strukturreform muss weg!

Helge Bothur aus Rostock

Offenbar bedeutet Reform in unserem Land immer nur: Reduktion, Verringerung, Abschaffen, Verkleinern.

So auch in der zweiten Intendanz seit Beginn der kulturellen Abwärtsspirale. Ob Latchinian, Kümmritz oder wer auch immer…

… Solange Banausen in Sachen Theater das Sagen haben, werden die Menschen in den Theatern immer weniger, die Inhalte und Strukturen ihrer Arbeit immer flacher und löchriger und die Wahrnehmung in der Bevölkerung immer schlechter. Dieser Logik konnte Latchinian nicht mit Kraft, kann Kümmritz nicht mit Ruhe entkommen.

Gewöhnen wir uns daran. Mindestens das Volkstheater Rostock wird es leistungsfähig, hochqualitativ und in der Stadtgesellschaft fest verankert, bald nicht mehr geben. Dafür sorgen die Herren Sellering, Caffier, Brodkorb und Methling.

Diese vier wollen das so. Sonst wäre es anders.

Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit! Das war einmal (Wiener Secession, 1897/98).

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Geld ist genug da

Aus der Rede von Sahra Wagenknecht auf der letzten Bundestagssitzung:

Aktuell liegen die Militärausgaben der NATO beim etwa 13-Fachen der russischen. Und jetzt brauchen wir noch mehr Aufrüstung, um die Sicherheit in Europa zu gewährleisten? Was ist denn das für ein Irrsinn!

Trotzdem gehörten Sie, Frau Bundeskanzlerin, wieder einmal zu den ersten, die die Umsetzung des 2-Prozent-Ziels angekündigt haben. 2 Prozent, das bedeutet 25 Milliarden Euro jedes Jahr mehr für Mordwaffen, für Panzer und für Kriegsgerät, aber für gute Renten fehlt uns angeblich das Geld, und für bessere Bildung erst recht. Was sind denn das für absurde politische Prioritäten, die Sie hier setzen? Das kann doch nicht Ihr Ernst sein.

Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/07/07/wagenknecht-rechnet-mit-merkel-ab-was-ist-denn-das-fuer-ein-irrsinn/

Es hat sich schon lange angedeutet, dass die „Haushaltskonsolidierung“ auf Landes- und auf Bundesebene „höheren Zielen“ dient. Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Klugerweise im Sommerloch. Und in den Medien bestenfalls mit Prozentangaben, nicht aber mit der konkreten Zahl von zusätzlich 25 Milliarden € pro Jahr zu finden.

 

Caffier spricht Klartext

Heute steht der „Ostsee-Zeitung“  ein Interview mit dem Innenminister Lorenz Caffier [1]. Seine Aussagen zur Einflussnahme der Landesregierung auf die Stadtpolitik im allgemeinen und zum Theaterneubau im besonderen sind bemerkenswert und sehr eindeutig:

Frage: Es drängt sich zuletzt der Verdacht auf, das Sie Rostock als Innenminister finanziell an der kurzen Leine halten.

Caffier: Der Eindruck täuscht. Es gab eine Vereinbarung vor mehreren Jahren und ich bin jemand, der sich grundsätzlich an Vereinbarungen hält. Die Zielvereinbarung hieß immer: Rostock hat weiterhin zehn Millionen Euro Schulden jährlich zu tilgen. Und dann kann Rostock sich innerhalb des Haushaltskorridors bewegen…


Frage: Steht die Zusage, dass sich das Land am Theaterneubau beteiligt?

Caffier: Es gibt ja eine Reihe von Zusagen, wenn mal die Frage der Theaterstruktur endgültig geklärt ist. In Zusammenhang mit dem Gesamtpaket hat sich daran nichts geändert, auch was den Theaterneubau betrifft. Wobei ich immer dafür werbe, dass die Hansestadt ihren Investitionskorriodor nicht zu hoch hängt, weil das nachher dazu führt, dass Projekte nicht dementsprechend begleitet werden. Man soll sich nur so viel aufladen, wei man auch realisieren kann. Da gibt es eine Prioritätenliste, und die muss in der Stadt abgearbeitet werde.

Halten wir fest:

  1. Die Hansestadt Rostock ist nicht frei in ihrem Handeln. Die Landesregierung legt fest, wieviel Schulden pro Jahr zu tilgen sind. Damit legt die Landesregierung fest, wieviel Geld der Stadt für ihr Handeln übrig bleibt. „Kommunale Selbstbestimmung light“?
  2. Bei den Investitionen, die die Hansestadt Rostock tätigen darf, gibt es „eine Prioritätenliste, und die muss in der Stadt abgearbeitet werden“. Ein Theaterneubau steht offenbar nicht auf dieser Liste – oder ganz hinten.
  3. Erst sei die „Theaterstruktur“ umzusetzen. Dieses Theatershreddern ist also nicht auf dem Mist des Kultusministers gewachsen, sondern offenbar einhellige Meinung der Landesregierung. Schade, Herr Sellering, ich hätte Ihnen mehr Kultur zugetraut…
  4. Die klare Ansage des Innenministers erklärt auch den Text des Herrn Brodkorb, den man auf der Rathaus-Internetseite nachlesen kann (dazu später einmal mehr).
  5. Dank der Aussagen des Innenministers wird deutlich, wie die Stadtverwaltung die Theatermacher und die Bürger über viele Jahre bewusst getäuscht hat. Wie wurde Peter Leonard in seiner ersten Amtsperiode mit dem Versprechen eines alsbaldigen Theaterneubaus an der Nase herumgeführt! Was nahm er alles an Demütigungen und Belastungen seines ganzen Ensembles auf sich, weil er den OB-Versprechungen glaubte! Der es zweifellos besser wusste, wie man jetzt den Ausführungen des Innenministers entnehmen muss. Aber unser OB übt ja jetzt schon Selbstkritik: 160513-ob-zitat

Nein, ich mag Herrn Caffier nicht besonders. Auch, weil er Sparen und ein soziales Pflichtjahr für wichtiger hält als Kultur. Aber seine Ehrlichkeit imponiert mir.

Eine ganz andere und für den normalen Bürger offene Frage ist, was sind das für immense Schulden, die Rostock tilgen muss? Wofür wurden sie gemacht, wer hat sie zu verantworten?


[1] (Printausgabe S. 9 und bezahlpflichtig http://www.ostsee-zeitung.de/Region-Rostock/Rostock/Politik/Caffier-Rostock-muss-weiter-sparen, Internetkurzfassung http://www.ostsee-zeitung.de/Region-Rostock/Rostock/Politik/Caffier-Hansestadt-muss-weiter-sparen)

Demo kreativ am 27.02.2016 ab 15:00 Uhr auf dem Neuen Markt in Rostock

160224-demokreativ

Die Initiative Volkstheater Rostock, die Rostocker Singakademie und die Schauspiel-Studierenden der Hochschule für Musik und Theater Rostock rufen die
Rostocker Bürgerschaft
auf, die Farce um das Volkstheater Rostock zu beenden. Wir verlangen, dass diese als höchstes Gremium der Stadt in den Punkten Struktur, umzusetzendes Konzept und Personal zum Erhalt der vier Sparten Schauspiel, Oper, Tanz- und Musiktheater die erforderlichen Entscheidungen trifft und beschließt.
Darüber hinaus fordern wir die Mitglieder der Rostocker Bürgerschaft auf, mehr Bürgernähe in die Stadtpolitik zu bringen.
Wir rufen auf zur Demonstration:
DEMOKReATIEv – Theater findet Stadt
27.02.16, 15.00 Uhr auf dem Rostocker Neuen Markt vor dem Rathaus
Wir laden alle Rostocker Bürgerinitiativen, Vereine und Interessensgemeinschaften, die mehr Fairness und Bürgerbeteiligung in der Hansestadt wollen, ein, uns zu unterstützen.
Beiträge, Reden, Banner und Schilder sind herzlich willkommen.
Aus dem Programm:
Sewan Latchinian gibt Schillers „Die Bürgschaft“
Reden von Sturmwächter für das Volkstheater Rostock
Stellungnahme des Fördervereins des Rostocker Volkstheaters
Offenes Mikrofon
Gemeinsamer Chor
Bekanntgabe des Standes der Laufenden Petition
Im Anschluss an die Demo findet ein gemeinsamer Umzug vor das Volkstheater statt.


Zum Warmmachen einige Zitate aus der Facebook-Seite der „Initiative Volkstheater Rostock“:


Stand der Bürgerbeteiligung in Rostock

„Politik ist Sache von uns allen, wir müssen uns aktiv in unsere eigenen Angelegenheiten einmischen, im Sinne eines Bündnisses für Rostock: Ein Bündnis von Menschen, die mit ihren Ideen, Erfahrungen und ihrer Arbeit Rostock voran bringen. Unabhängig von Parteizugehörigkeit, Weltanschauung und persönlichen Interessen soll das Wohl der Stadt im Mittelpunkt stehen.“

Roland Methling, 2005, wieder gefunden von Jan-Ole Ziegeler


Liebe Freundinnen, Freunde, Besucherinnen und Besucher des VTR, Schon Novalis (1772-1801) wusste,
“ Das Theater ist die tätige Reflexion des Menschen über sich“.
Das gilt in unsere moderne Informationsgesellshaft mehr denn je, setzt doch Theater mit seine VIELFÄLTIGEN Mitteln ganz eigene und besondere Akzente – auch abseits der allgegenwärtigem Informationsflut der Medien.
Theater bedeutet Kreativität, Kraft und Leidenschaft. Mögen die zahlreichen Angebote auch in dem vor uns liegenden Konzert- und Theaterjahr die Lust auf, Musik, Tanz und Schauspiel wecken. Toi, toi,toi und Vorhand auf zur 115. Spielzeit!

Roland Methling 2009, wieder gefunden von Any Dos Santos Lima


Erst gucken. Dann streichen.
Ich habe den klassischen „Schwanensee“ geliebt. Mir ihn immer wieder live angesehen – und sogar im Fernsehen. Seit Sonnabend ist das vorbei. Mir fällt dazu nur noch das Wort, pardon an alle Ballettliebhaber, kitschig ein. Weil Katja Taranu das Stück von all seinem Kitsch befreit – und seine Schönheit dadurch nur noch deutlicher zum Ausdruck gebracht hat. Angefangen beim Titel, von „Schwanensee“ zu „Schwarz//Weiß//Schwan“. Bis hin zum Ende, über dessen vermeintliche Happiness zu streiten lohnt: Siegfried bekommt seine Odette zurück. Der Vorhang aber senkt sich über das Paar, während es mit dem Rücken zueinander sitzt, jeder für sich, ohne auch nur einen Blick zu wechseln. Und die böse Zauberin tanzt (triumphiert?) zwischen ihnen. Gucken Sie selbst – Tanztheater at its best. Wie es in Berlin, Hamburg, München nicht schöner zu sehen sein dürfte – und das die Bürgerschaft mit dem Oberbürgermeister voran aus dem Theaterspielplan zu streichen beschlossen hat. Und das im Übrigen gerade mal drei Prozent des gesamten Theaterbudgets verschluckt…
Herr Methling, ich bin natürlich nicht bei jeder Tanztheatervorstellung, aber bei einigen. Sie habe ich dort nie gesehen. Falls Sie sich das bislang wirklich haben entgehen lassen – ich wünschte mir, Sie würden das jetzt nachholen. Sehen Sie sich „Schwarz//Weiß//Schwan“ an – und was Sie der Stadt wegzunehmen beabsichtigen. Und nehmen Sie alle Mitglieder der Bürgerschaft, die nicht bei der Premiere waren, gleich mit. Es lohnt sich. RENATE GUNDLACH


“ Bitte hört auf, dieses Theater noch weiter zu verkleinern, kaputtzusparen, in Frage zu stellen, schlechtzureden und von der Arbeit abzuhalten, in dem ich Oper, Schauspiel, Ballett, ja auch Konzertmusik kennen und lieben gelernt habe, an dessen Aufführungen ich bis heute aktuelle Inszenierungen, auch ‚gößerer‘ Häuser messe, dessen Wichtigkeit von noch mehr Rostockern als bisher erkannt werden sollte, weil es sonst nämlich schnell zu spät sein könnte, das über Jahrzehnte hinweg zurecht kontrovers, aber eben diskutiert worden ist, das etwas zu sagen hat zu alldem, was uns gegenwärtig fassunglos und zornig macht, das auch darum in dieser Stadt selbstverständlich sein und verteidigt werden sollte, damit es sich mutig und mit leichtem Sinn wieder mit unseren, nämlich der Menschheit Problemen auseinandersetzen kann und sich nicht mit absurden Sparauflagen, bürokratischen Schikanen, überflüssigen Brandmauern und politisch künstlerischer Ignoranz zu beschäftigen gezwungen ist! Verbeugung und Applaus für all diejenigen am VTR, die trotz allem gerade in den letzten Jahren mit soviel Hingabe und Talent ihre wunderbaren Berufe ausüben mit immer wieder bemerkenswerten Ergebnissen, die jetzt uns, ihr Publikum brauchen und die wir brauchen, mehr denn je!
Jörg Lichtenstein, Rostocker
Jörg Lichtenstein, Salzburg, Österreich“


160224-die-partei

Eure Solidarität und Unterstützung ist am Samstag um 15 Uhr vorm Rostocker Rathaus bitter nötig. Dazu sind Beiträge, Reden, Banner und Schilder herzlich willkommen! Denn beim Kampf ums Volkstheater geht’s längst um Grundfragen der Demokratie und der Bürgermitsprache. Für viele Menschen zeigt sich hier unverhohlen die ignorante Fratze der Macht gegenüber dem, was Bürger wollen und fachkompetente Kulturschaffende für sinnvoll erachten. Daher seid samstags bitte möglichst zahlreich dabei, bringt Freunde und Bekannte mit für einen unüberhörbaren Protest! Quelle: FB-Seite von CONEXEUM.


160225-auf-die-barrikadenZum Matrosendenkmal: „Die Gedenkstätte hat die politischen Veränderungen überdauert, weil sie früher wie heute Menschen ermutigen soll, selbstbestimmt zu handeln, weil es zum Bild der Stadt Rostock gehört und Rostock sich zu seiner Geschichte bekennt.“ (Hannelore Rabe).

Quelle für Bild und Text: FB-Seite von CONEXEUM.


Update

Informationen zur Demo gibt es u.a. hier:

Petition für den Erhalt der vier Sparten am Volkstheater gestartet

Die „Initiative Volkstheater Rostock“ hat am Donnerstag, den 18. Februar, eine Online-Petition zum Erhalt der vier Sparten auf der Plattform change.org gestartet. Darin wird die Rostocker Bürgerschaft aufgefordert, dem Gesellschafterbeschluss des Oberbürgermeisters, das Volkstheater in ein Opernhaus umzuwandeln, zu widersprechen, um gemeinsam mit der Theatergeschäftsführung und den Verantwortlichen in Stadt und Land an einem tragbaren Zukunftsmodell für das Volkstheater als Vierspartenhaus zu arbeiten.

Die Petition kann online mit Namens- und Adressangabe  von jedem unterzeichnet werden. Die Online-Petition findet man im Internet unter der Adresse http://chn.ge/1PKQaf0

Die Petition für den Erhalt der Mühlendammschleuse unterzeichneten mehr als sechstausend Bürger. Mindestens so viel Unterschriften sollte auch die Theaterpetition erreichen. Bootsschleppe statt Schleuse, Opernhaus statt Vierspartentheater – es ist das gleiche Grundschema. Nur dass beim Theaterthema alles noch viel undurchsichtiger, verlogener, brutaler abläuft und sich wie ein Menetekel in Bezug auf das Bürgerwohl darstellt. Daher sollten auch diejenigen Bürger in Rostock und Umgebung unterschreiben, die keine Theaterfans sind, sich aber nicht der Entscheidungswillkür einiger weniger unterwerfen wollen.

Kommentare zur „Köpfung“

Auf NDR zur Artikel und dem Videobeitrag am 2.2.2016 (nur eine Auswahl):

JayJay schrieb am 02.02.2016 09:20 Uhr:
Bei einer halben Milliarde Überschuss im Jahr 2015 muss natürlich – aus Kostengründen! – dringend Kulturabbau betrieben werden.
Is klar.


Regine Schreier schrieb am 02.02.2016 23:39 Uhr:

Das ist kurz gedacht. Eine 121 jährige Tradition wird vom OB abgeschafft. Das gesprochene Wort erreicht als erstes den Zuschauer, was wird aus den Klassikern und Klassenrauminszenierungen für die Jugend, was aus der Komödie Warnemünde, was aus…- alles gesungen? Ich mag die Oper, aber zuerst stand für mich das Theater, schade und wieder sind Ferien und keiner weiß davon, einfach ungerecht und falsch, Danke Herr Latchinian für die tollen Stapelläufe, die sind nun ein Untergang


MultoBene schrieb am 03.02.2016 06:17 Uhr:

Ich verstehe nicht ganz, warum der NDR hier nicht etwas kritischer nachhakt: Es war doch genau Frau Bachmann, die über das gesamte letzte Jahr jede 2+2-Lösung abgelehnt hat und lautstark mit den Theaterlobbyisten auf dem Neuen Markt gegen OB Methling protestiert hat – auch weil sie mit ihm einen kleinen Privatkrieg am Laufen hat.

Und nun knickt die Dame ein (warum?) und darf hier unwidersprochen erklären, es sei „ein guter Tag für Rostock“? Diesen guten Tag hätte man schon vor einem Jahr haben können, wenn Frau Bachmann damals CDU und SPD mit dem Opernhaus-Vorschlag unterstützt hätte.
Sie hat dem VTR bzgl. Strukturveränderung und Neubau ein ganzes Jahr gekostet, und stellt sich jetzt unwidersprochen auf die Seite der zufriedenen Jubler? Ein schlechter Witz…


Lore C. – Rostock schrieb am 03.02.2016 08:02 Uhr:

Na, nun hat der Noch-OB ja erreicht, was er wollte, der Intendant wird gehen.
Unterstützung fand er augenscheinlich in der Achse Bachmann – Brotkorb!

Also nicht Neues bei uns an der Ostsee – allerdings hätten wir das schon vor Monaten ahben können.

Naja, die 100 Jahre (später), die schon Bismarck in’s Gespräch brachte.


Stillstandsaktionismus ohne nachhaltigen Sinn schrieb am 03.02.2016 11:11 Uhr:

Ein Bürgermeister der „handelt“? Sein Verhalten war absolut vorhersagbar. Er schaut auf aktuelle Zahlen und „entscheidet“ Opernhaus. Er war nicht in der Lage, die soziale Reaktion seiner Stadt zu reflektieren, ohne den Glanz der Philharmonie schmälern zu wollen. Wir sind in einer Tages-Technokratie der Politik verhangen. Politik für Leben ist kaum mehr Maßstab. Die gesamte Theater“reform“ in MV bleibt Lebens-Sinn schuldig. Ohne Verkehrs- und Tourismuskonzept stolpert ein Minister in Bruderschaft mit Tagesentscheidern wie Herrn Methling in eine fatale Strukturentscheidung für das Land. Die jungen Leute gehen schweigend. Wir haben einen Generationenkonflikt, den sich die Generation 50+ mit ihren selbst erzogenen „Jungpolitikern“ als Mehrheitsmeinung kultiviert, das sie in den letzten 15 Jahren des Dauerfeuers von Verordnungen zur Lebensregulation die Orientierung (menschlich nachvollziehbar) in Tausenden von Bürostunden und Meetings der gleichen Maschinerie verloren haben. Keiner fragt nach denen, täglich für Null Euro an den normalsten Orten des Lebens ihre Zeit opfern, um den psychischen Kollaps der Gesellschaft zu verhindern. Diese Menschen müssen auch irgendwo auftanken, um nicht den Halt zu verlieren, denn sie sind eine Minderheit, obwohl sie alles zusammenhalten. Neben der Natur bleibt oft nur Kultur, um den Kopf frei und oben zu behalten. Das Ersatzleben aus und mit Plasmabildschirmen hilft hier nicht, es bildet eine fatale Einheit mit dem Denken von 12 bis Mittag.


Maria schrieb am 03.02.2016 11:14 Uhr:
Noch ist nicht aller Tage Abend. Aufgeben gilt nicht. Kann nicht endlich jemand diesen selbstherrlichen Methling stoppen? Nun also macht Methling doch, was Brodkorb will. Und gerade jetzt hätte man doch gute Karten, dies nicht zu tun. Jetzt, wo alle Welt weiß, welch mieses Spiel der Minister betreibt und wie er im Hintergrund jahrelang das Schweriner Theater finanziell bevorzugt hat. Jetzt ist Brodkorb offen in der Kritik. Seine unsägliche Kulturpolitik wird im Landtag Maß genommen. Ich glaube kaum, dass er es jetzt noch vertreten könnte, Rostock den ausstehenden Betrag nicht zu gewähren. Und gerade jetzt stellt sich Methling hin und sagt: „Ich habe entschieden.“ Wie unverfroren!
Rostocker, wir wollen uns doch wohl unser Schauspiel und Tanztheater nicht nehmen lassen. Wir wollen doch wohl unseren Intendanten behalten. Also, auf geht`s.


Gundula schrieb am 03.02.2016 11:36 Uhr:

Musiktheater ist zweifelsohne toll. Es berührt, entspannt, begeistert, lädt zum Träumen ein. Aber: es tut auch keinem weh. Es ist nicht wie das Schauspiel in der Lage, aufzurütteln, sich in die politische Diskussion einzumischen, zu bilden, gesellschaftliche Problem aufzuzeigen. Musiktheater tut keinem weh. Und darum fällt ein OB auch solch eine Entscheidung. (Obwohl er generell nichts von Theater, auch nicht vom Musiktheater hält.)


Uwe schrieb am 03.02.2016 14:24 Uhr:
War das der letzte Racheakt von Rosinski, bevor er geht?
Fakt ist, dass er in seinem Positionspapier das Opernhaus favorisiert hat, so dass der OB hier auf den Zug aufspringen konnte.
Fakt ist aber eben auch, dass Rosinski im Papier abwertend über das Rostocker Schauspiel (auch der DDR-Vergangenheit) schreibt. Warum wohl?
Er geht weg, er hat in Rostock bald nichts mehr zu melden. Warum beschmutzt er dann noch das eigene Nest?

Auch auf der öffentlichen Facebookseite „Initiative Volkstheater Rostock“ herrscht Verwirrung, Verbitterung, Ratlosigkeit, Wille zum Widerstand ohne zu wissen wie… Nur zum Appetitmachen hier einige wenige Textstellen:

Jan-Ole Ziegeler
Jeder kennt diese Momente, in denen er nicht weiß, ob er lachen oder weinen soll. In der Rostocker Theaterdebatte ergeht es mir seit vier, fünf Jahren am Stück so.
Der OB als einziger Gesellschaftervertreter (wie absurd!) der VTR GmbH hat einen Beschluss zu Papier gebracht. Ich bin mir sicher, dass er weiß, was er will, aber ich bin mir ebenfalls sicher, dass wir zum zigsten mal nicht einen einzigen, brauchbaren Schritt weiter sind.
Und Herr Methling beweist, dass es ihm vollkommen egal ist, über welche Leiche, bzw. Spartenschließung, er gehen muss, um seine Idee einer zweiten Stadthalle auf seiner Maritimen Meile anstelle eines zukunftsfähigen Volkstheaters Rostock, durchgesetzt zu bekommen.
Aber das grundsätzliche Problem in dieser zähen, grotesken Theaterdebatte ist die Rostocker Bürgerschaft. Unter den 53 Mitgliedern sind bei weitem zu wenige, die sich bürgernah mit den Themen der Stadt befassen.
UND: Bevor es jetzt wieder von irgendeinem CDU- SPD- oder UfR-Heini abgetan wird, fragen wir doch unsere 53 mal, wer erklären kann, was im actori-Gutachten steht, wer von ihnen 2+2 erklären kann, wer von ihnen weiß, was die Zielvereinbarung (abgekartet zwischen Methling und Brodkorb) bedeutet und was in Methlings aktuellem Beschluss steht . . . Man wird bei mindestens 80% der „gewählten Rostocker Volkstvertreter“ lange Gesichter und Ahnungslosigkeit zur Antwort bekommen. Versprochen!


Tobias Sosinka

@ #‎Sewan_Latchinian‬ Das und Sie machen mich traurig +++

@ ‪#‎Stefan_Rosinski‬ +++ Das und Sie machen mich wütend +++


Rainer Schnös

Es ist und bleibt ein Affront gegen den Intendanten, das Ensemble und das Publikum: wie soll man denn dagegen noch ankämpfen?
Dieser OB will sich einen sehr zweifelhaften Platz in Rostocks Stadtgeschichte schaffen.
Ob man alles blockieren und aussitzen sollte bis dieses Ego ausgewechselt wird?-Abgesehen davon: für eine Oper von Rang reichen die Zuschüsse doch auch nicht. Ich muss immer wieder an Prenzlau und sein Orchester denken: alle Instrumentengruppen außer Streicher wurden abgewickelt: das Ergebnis: flachere publikumswirksame Programme.
Eine Stadt wie Rostock braucht ein progressives MusikTheater und Schauspiel und Tanz. Ohne all das wird die HFM geschwächt, die Bürger haben keine Chance, sich kulturell zu bilden und die Kinder sehen nichts außer Zauberflöte und Hänsel und Gretel.
Rostock muss jetzt auf die Straße für ein echtes „Volkstheater “ mit Charakter und Profil.
In Italien kann man sich ansehen, wohin so eine Politik führt: Stagionebetrieb=Monokultur


Christopher Dietrich

Ich wundere mich sehr über den Ausdruck [in einem FB-Statement von Dr. Bachmann; Admin], das Schauspiel werde nicht abgeschafft, sondern bekomme nur neue Produktionsformen. In der OZ wurden Sie mit dem Vorschlag zitiert, man könne hier ja mit der Compagnie de Comedie kooperieren. Die Compagnie ist schon Ergebnis einer Entlassungswelle am VTR nach der Wende. Sie musste sich seither immer mehr verkleinern und hält nur durch ein kleines, extrem engagiertes und vielfach ehrenamtliches Team den Spielbetrieb im eigenen Haus (!) aufrecht. Vielleicht ist da mal eine Kooperation drin, aber damit kann doch nicht ansatzweise eine abgewickelte Schauspielsparte kompensiert werden. Das sind auch keine neuen Produktionsformen. Mich hat (neben dem Inhalt) schon am 2+2-Beschluss geärgert, dass so getan wurde, als würde es nicht zuallererst um Streichung und Abbau gehen. Wenn man diesen Abbau aus best. Gründen beschließt oder mitträgt, dann sollte man auch den Mut haben, sich dazu zu bekennen und keine unrealistische Perspektiven für die abgebauten Sparten verkünden.

Inga Wolff
Es geht hier ausschliesslich um Immobiliendeals (zwei) und die gehen nur, wenn das Theater den Standort räumt und in ein neues Haus zieht. Gelder werden aber nur für ein kleines Haus bewilligt, also reduzieren.. Was wegfällt ist den Entscheidern egal. Aber entscheiden müssen Sie. „Was wollen Sie für die Bürger Rostocks?“ wäre die richtige Frage. Das was jetzt passiert, ist eine relativ schnelle, einfache und kurzfristig billigere Lösung um die Immobiliendeals endlich einzutüten.
Und auch unser aller Oberbürgermeister meldet sich (auf Deutschlandradio Kultur) zu Wort:
Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass – auch aus meiner Erfahrung mit der Rostocker Theaterszene – Orchester und Schauspiel in einer Studentenstadt wie Rostock die bessere Variante gewesen wäre. Aber wenn der kulturpolitische Sachverstand – Geschäftsführung und Aufsichtsrat gemeinsam – zu der Auffassung gelangt, Opernhaus ist die Perspektive für das Theater Rostock, dann werde ich mich dem auch nicht verwehren.
Schuld sind eben immer nur die anderen.

Geld ist genug da! Wir fliegen sogar in den Krieg

Wer die aktuellen Nachrichten aufmerksam verfolgt, stellt immer wieder fest, Geld ist genug da – nur nicht für Bildung und Kultur. Der folgende Text beschränkt sich auf wenige Beispiele.

Auf Bundesebene: Bundeswehreinsatz in Syrien

Die taz merkt hierzu kurz und treffend an:

„Zum Schutz von Zivilisten war ein deutscher Militäreinsatz in Syrien jahrelang „undenkbar“, aber aus Solidarität zu Frankreich stellen wir innerhalb von drei Wochen sechs Tornados und eine Fregatte bereit. 134 Millionen Euro kostet das – anders eingesetzt, könnten wir mit diesem Geld Hunderttausenden Syrern eine Flucht nach Deutschland ersparen.“

Für unsere Sicht auf die Dinge halten wir fest: 134.000.000 € für den Krieg, nicht für Frieden, Bildung und Kultur. Und das ist nur ein Einsatz neben 14 (16) anderen, ist nur ein Militärposten neben vielen anderen (neue Euro-Hawk-Projekte, neue Sturmgewehre usw. usf.).

Zu recht merken kritische Bürger an, z.B. Benno Thiel:

Den Irrsinn sofort stoppen! Noch mal: Da begehen nicht integrierbare Franzosen und Belgier, die nicht aus Syrien sondern vorwiegend aus den Banlieues von Paris und Brüssel stammen, grausame Anschläge – und deswegen ziehen nun EU-Staaten in den Krieg.

Obwohl es keine rationale Hoffnung gibt, dass die Schlacht gegen die IS-Terrormilizen jemals zu gewinnen ist. Es gibt kein Konzept. Keine klaren Ziele. Keine Exit-Strategie, nichts. Die Logik? Keine.

Die Kurden, die die einzigen sind, die effektiv den IS bekämpfen, werden von den Türken, die das IS -Öl verscherbeln, bombardiert, die USA werfen Waffen und Munition über IS Gebiet ab, natürlich unbeabsichtigt, bombardieren ein Krankenhaus, ebenfalls mangels Zielwasser, und unser von Hochwürden Gauck und Gabriel hofierter Verbündeter Saudi Arabien, der Kirchen und Synagogen verbietet, für westliche Werte nur Hohn überig hat, der der schon mal Häftlinge auspeitschen und Köpfe und Hände abhacken lässt, finanziert mit Unterstützung der USA den IS. Und wir machen mit.

Und weiter:

Frankreich wurde nicht vom Ausland angegriffen, sondern von einigen dumpfen Milchbubis aus den Problemvierteln von Frankreich und Belgien. Nun müssen wir aber Frankreich dringend unterstützen!

Dumm ist nur, dass Deutschland Frankreich nur militärisch beistehen darf, wenn es gegenwärtig angegriffen wird. Die Anschläge von Paris sind aber vergangen – und die Gefahr zukünftiger Angriffe diffus.

Frankreich kann zwar das in der Charta der Vereinten Nationen verbriefte Notwehrrecht für sich beanspruchen, aber gegen wen? Zudem ist aber der Beistand Deutschlands damit längst noch nicht legitimiert.

Das Hauptproblem ist also, dass Frankreich gegenwärtig überhaupt nicht angegriffen wird, die Anschläge von Paris sind vergangen. Syrien ist nach wie vor ein souveräner Staat, noch dazu Mitglied der Vereinten Nationen. Und deren Charta untersagt ausdrücklich die Unterstützung bewaffneter Aufstände in einem Land. Also was soll das Theater?

Sollte man sich an einer Verfassungsbeschwerde beteiligen? Den Aufruf an die Soldaten des Syrieneinsatzes verbreiten?

Auf Landesebene

Beispiel 1: Ausgaben für Computer

Die Landesregierung M-V gibt jährlich 85 Millionen € für Rechentechnik aus, für die Theater im Land aber nur 35 T€ – was der Rechnungshof  kritisiert.

„Computer statt Bühne, Software statt Oper, Datenerfassung statt Arbeitsplätze“, merkt in einem OZ-Leserbrief Helge Bothur an.

Diese Verschwendung erinnert an eine etwas zurückliegende Situation, wo von einem Virus befallene Landes-Rechner einfach verschrottet und neue gekauft wurden. Verschrottet, nicht virusbereinigt und wiederverwendet oder wenigestens weiterverkauft! Vermeidbare Kosten: 187 300 Euro. – Von Kosteneinsparungen durch den Umstieg vom virenanfälligen Windows auf das virenresistente LINUX und den daraus resultierenden erheblichen Kosteneinsparungen mal ganz zu schweigen (die Stadt München demonstriert, wie gut das geht!).

Für unsere Sicht auf die Dinge halten wir fest: 85.000.000 €/Jahr für IT, aber nur 36.000.000 €/Jahr für die Theater im Land.

Beispiel 2: Viel Geld für Gemeindefusionen

Die Landesregierung will Gemeinde-Fusionen mit 40 Millionen bezuschussen.

Warum so viel Geld aufwenden? Großgemeinden haben den gleichen „Vorteil“ wie Großkreise: Die meisten Bürger sind dann weiter weg von den Entscheidungsträgern.

Auf der Ebene der Stadt Rostock

Beispiel 1: Petriviertel

Nur für die Erschließung als Wohngebiet wurden folgende Gelder ausgegeben (u.a. für aufwendig erstellte künstliche Wasserläufe und Brücken über dieselben):

Aktivitäten Mio. € gesamt Mio. € HRO
Erschließung Wohngebiet

13,5

5,5

Spiel-, Sport-, Erholungs- und Grünflächen

7,9

3,3

Gebietsübergreifende Baumaßnahmen

?

4,3

Summe städtische Teilfinanzierung

13,1

Begleitet wurde die Entwicklung des Viertels durch den Projektbeirat unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Roland Methling…“

Quelle: europaticker.de vom 27.11.2015

Beispiel 2: 8.000.000 für Veolia

Darüber berichteten der VTRblog schon vor einem Jahr.

Obwohl der Grund für die „Schadensersatzzahlung“ hinfällig wurde, weil Veolia ja den Folgevertrag für die Abfallentsorgung erhielt, ist bis heute nichts von einer Rückzahlung der rund 8 Mio. € an die Stadtkasse bekannt geworden.

Beispiel 3: Brücke über die Stadtautobahn

9.400.000€ Gesamtkosten, davon trägt die Stadt 3.200.000 €.

Weitere Beispiele

  • Es gab auch eine Machbarkeitsstudie für die Rostocker olympische und paralympische Segelwettbewerbe vor Warnemünde in den Jahren 2024 und 2028, Kosten unbekannt.
  • Der Umbau der Steintor-Kreuzung (geschätzte Kosten 2.600.000 €).
  • Dann sind da noch die Träume (wirklich nur Träume?) unseres Verkehrssenators über die Verlängerung der Straßenbahnlinien zusammen mit der Schaffung von Großparkplätzen und über die Verlegung der Trassenführung für die Straßenbahn zum Stadthafen.

Die Liste der Beispiele lässt sich gewiss noch verlängern. Für den Beweis, dass genug Geld da ist, wenn es nicht gerade um Bildung und Kultur geht, sollte es reichen.