Rostocker Sparwut

Strafzinsen statt Theaterfinanzierung: Eine Frage von Kultur(losigkeit).
ODER: Warum hat die Bürgerschaft den OB nicht zum OSPA-Anlegerforum geschickt?

mcpoblog

Unser aller Oberbürgermeister lässt immer und überall erkennen, wie sehr ihm die Tilgung der Schulden, die sein „Konzern“ hat, am Herzen liegt (woher die Schulden kommen, wer für sie verantwortlich ist, wie hoch sie sind – das erfahren die Bürger nicht. Und wenn ein Bürger seine (?) Bürgerschaft fragt, dann weiß die das auch nicht und will es wohl auch gar nicht wissen. Demokratie eben).

„Konzern“, so nennt der OB bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit die Kommune Rostock. So führt er auch die ihm anvertraute Stadt. Kultur? Brauchen wir kaum, da sparen wir. Bildung, Soziales, Bürgerbeteiligung und ähnlicher Krimskram? Da sparen wir auch!

Immobilienwirtschaft, Hoch- und Tiefbau? Für deren Interessen hat der „Konzern“ stets ein offenes Ohr.

Aber wie passt das alles mit einer neueren Zeitungsmeldung zusammen? „Die Strafzinsen bei Geldinstituten haben Mecklenburg-Vorpommern erreicht. Die Hansestadt Rostock zahlt bereits für Guthaben bei einer ihrer Hausbanken, wie ein Sprecher…

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Geld ist genug da

Aus der Rede von Sahra Wagenknecht auf der letzten Bundestagssitzung:

Aktuell liegen die Militärausgaben der NATO beim etwa 13-Fachen der russischen. Und jetzt brauchen wir noch mehr Aufrüstung, um die Sicherheit in Europa zu gewährleisten? Was ist denn das für ein Irrsinn!

Trotzdem gehörten Sie, Frau Bundeskanzlerin, wieder einmal zu den ersten, die die Umsetzung des 2-Prozent-Ziels angekündigt haben. 2 Prozent, das bedeutet 25 Milliarden Euro jedes Jahr mehr für Mordwaffen, für Panzer und für Kriegsgerät, aber für gute Renten fehlt uns angeblich das Geld, und für bessere Bildung erst recht. Was sind denn das für absurde politische Prioritäten, die Sie hier setzen? Das kann doch nicht Ihr Ernst sein.

Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/07/07/wagenknecht-rechnet-mit-merkel-ab-was-ist-denn-das-fuer-ein-irrsinn/

Es hat sich schon lange angedeutet, dass die „Haushaltskonsolidierung“ auf Landes- und auf Bundesebene „höheren Zielen“ dient. Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Klugerweise im Sommerloch. Und in den Medien bestenfalls mit Prozentangaben, nicht aber mit der konkreten Zahl von zusätzlich 25 Milliarden € pro Jahr zu finden.

 

Schlimmer geht’s nimmer? DOCH!

Schlimmer kann es nicht mehr kommen? DOCH!

Vor Jahrzehnten brachte mein damaliger Chef von einer Polenreise folgenden Witz mit:

Treffen sich ein Pessimist und ein Optimist. Der Optimist klagt und jammert: Es ist wirklich schlimm, ganz ganz schlimm, schlimmer kann es wirklich nicht mehr kommen! Erwidert der Pessimist kurz und knapp: DOCH!

Die Ostsee-Zeitung vermeldet am 16. Februar 2016,

Latchinian soll gehen… Die Rostocker Politik hat entschieden: Der Volkstheater-Intendant soll vorzeitig seinen Hut nehmen. Als Abfindung sind 150 000 Euro im Gespräch… Der Hauptausschuss der Bürgerschaft gab für diesen Schritt am Dienstagabend „grünes Licht“ und beauftragte das Rathaus, eine „gütliche Trennung“ herbeizuführen… Auch der kaufmännische Geschäftsführer, Stefan Rosinski, soll seinen Stuhl vorzeitig räumen. Er wechselt im Sommer als neuer Theater-Chef nach Halle. Ein Mitarbeiter von Methling habe ihm angeboten, sofort zu gehen – bei vollen Bezügen bis Vertragsende. Das berichten Aufsichtsräte.

Geld ist also genug da, entgegen allem bisherigen Lamento aus dem Rathaus. Die von der Stadt für den Erhalt der Mühlendammschleuse aufzubringenden 200.000 € fehlten angeblich im Stadtsäckel. Logisch, denn würden sie aufgebracht, könnte ein Kulturgut erhalten und genutzt werden. Jetzt ist (im Haushalt nicht geplantes!) Geld in vergleichbarer Größenordnung plötzlich vorhanden. Auch logisch, denn es soll für die Beschädigung (man könnte auch Vernichtung sagen)  eines anderen Kulturgutes eingesetzt werden.

Die Norddeutschen Neuesten Nachrichten berichten sogar,

Laut geheimem Dringlichkeitsantrag der Fraktion Rostocker Bund/Graue/Aufbruch 09 hat der Intendant selbst „gegenüber der Hansestadt Rostock sein Begehren auf sofortige Auflösung des Anstellungsverhältnisses erklärt“

Und IOCO (nach eigener Darstellung „ein non-profit Unternehmen mit Kultur-Fans. Wir schreiben, kommentieren, berichten über Kulturelles aus dem deutschen Sprachraum“) weiß besonders viel:

„Die Gesellschafterversammlung hat auf Empfehlung des Aufsichtsrates die Geschäftsführung des Volkstheaters beauftragt, die Modellvariante „Opernhaus“ mit einem eigenen Ensemble bei Musiktheater und Orchester in Übereinstimmung mit der mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern geschlossenen Zielvereinbarung weiter zu entwickeln.“

Die Gesellschafterversammlung? Hat der OB als einziger Gesellschafter sich mit sich selbst versammelt oder ist Schlimmeres im Spiel?

„Basis ist eine bereits gemeinsam mit dem Beteiligungsmanagement der Hansestadt Rostock und der Geschäftsführung der Volkstheater Rostock konzipierte Opernhaus-Variante.“

Wer ist das Beteiligungsmanagement der Hansestadt Rostock? Wieso erfahren wir erst jetzt und nur dank IOCO, dass die Opernhaus-Variante einvernehmlich mit der VTR-Geschäftsführung entstand? War und ist alles andere wirklich nur Theaterdonner?

Man könnte auf Grund des Stils dieser Veröffentlichung annehmen, dass der Text vom OB – natürlich im Einvernehmen mit dem OB (siehe „Gesellschafterversammlung“) – stammt.

Weiter im kruden Text:

„„Das Volkstheater muss nun auf der Basis der Zielvereinbarung das Konzept für ein erfolgreiches Opernhaus weiter detailliert ausarbeiten“, so OB Methling .“

Wer bitte muss detailliert ausarbeiten, wenn die beiden Geschäftsführer umgehend ihre Funktion niederlegen sollen? Das wohlgemerkt drei Tage vor dem Termin, ein Konzept für die Weiterführung des VTR vorzulegen. Wer hat da so grosse Angst, trotz der kürze der Zeit und trotz der irrealen Forderungen im „Gesellschafterbeschluss“ könnte ein überzeugend gutes Konzept herauskommen?

Unterzeichnet ist der etwas wirre IOCO-Artikel mit „PMHR 01.02.2016“. Meint das eine PresseMitteilung der Hansestadt Rostock vom 1.2.16? Auf der Webseite der Hansestadt gibt es keine diesbezügliche PM, aber dort ist man insgesamt geizig und verschweigt auch die aktuelle OB-PM (in der er sich selbst zitiert). Um die lesen zu können, braucht es einen ganz besonderen Link, den ich auf der FB-Seite „Initiative Volkstheater“ fand. Auf der Rathaus-Webseite fand ich den Text nicht.

Am 17.02.16 meldet die SVZ, dass unser aller OB den Intendanten behalten will:

„Im Dauerstreit um das Rostocker Volkstheater hat sich Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) für eine Weiterbeschäftigung des Intendanten Sewan Latchinian ausgesprochen. Der Hauptausschuss hatte den OB am Dienstag beauftragt, mit Latchinian eine einvernehmliche Lösung zur Vertragsaufhebung zu erreichen. Hintergrund ist die Entscheidung, das traditionsreiche Vier-Sparten-Haus auf zwei Sparten zu reduzieren und gleichzeitig ein Opernhaus als künftigen Theaterbau zu etablieren. … „Ich trage den Beschluss des Hauptausschusses nicht mit…“

Also doch ein doppelter OB?

Weitere Texte zum Thema:

NDR

NMZ

FOCUS

Die Ostsee-Zeitung vom 18.02.16 berichtet:

„„Latchinian ist mein wichtigster Mann“, sagt Methling heute.“

Andreas Meier im heutigen OZ-Kommentar (ebenda):

Ausgerechnet Methling! Der Rathaus-Chef, der Theater- Intendant Latchinian noch vor einem Jahr aus der Stadt jagen wollte, will ihn nun unbedingt halten. Latchinian sei sein „wichtigster Mann“.

Sorry, Herr OB, das kauft Ihnen niemand ab….

Nein, das Theater braucht definitiv keine Schauspielsparte. Dafür hat die Hansestadt ja das Rathaus.

Selbst Insider haben die Überblick verloren, wer denn nun welches Ziel verfolgt.

 

 

 

Kommentare zur „Köpfung“

Auf NDR zur Artikel und dem Videobeitrag am 2.2.2016 (nur eine Auswahl):

JayJay schrieb am 02.02.2016 09:20 Uhr:
Bei einer halben Milliarde Überschuss im Jahr 2015 muss natürlich – aus Kostengründen! – dringend Kulturabbau betrieben werden.
Is klar.


Regine Schreier schrieb am 02.02.2016 23:39 Uhr:

Das ist kurz gedacht. Eine 121 jährige Tradition wird vom OB abgeschafft. Das gesprochene Wort erreicht als erstes den Zuschauer, was wird aus den Klassikern und Klassenrauminszenierungen für die Jugend, was aus der Komödie Warnemünde, was aus…- alles gesungen? Ich mag die Oper, aber zuerst stand für mich das Theater, schade und wieder sind Ferien und keiner weiß davon, einfach ungerecht und falsch, Danke Herr Latchinian für die tollen Stapelläufe, die sind nun ein Untergang


MultoBene schrieb am 03.02.2016 06:17 Uhr:

Ich verstehe nicht ganz, warum der NDR hier nicht etwas kritischer nachhakt: Es war doch genau Frau Bachmann, die über das gesamte letzte Jahr jede 2+2-Lösung abgelehnt hat und lautstark mit den Theaterlobbyisten auf dem Neuen Markt gegen OB Methling protestiert hat – auch weil sie mit ihm einen kleinen Privatkrieg am Laufen hat.

Und nun knickt die Dame ein (warum?) und darf hier unwidersprochen erklären, es sei „ein guter Tag für Rostock“? Diesen guten Tag hätte man schon vor einem Jahr haben können, wenn Frau Bachmann damals CDU und SPD mit dem Opernhaus-Vorschlag unterstützt hätte.
Sie hat dem VTR bzgl. Strukturveränderung und Neubau ein ganzes Jahr gekostet, und stellt sich jetzt unwidersprochen auf die Seite der zufriedenen Jubler? Ein schlechter Witz…


Lore C. – Rostock schrieb am 03.02.2016 08:02 Uhr:

Na, nun hat der Noch-OB ja erreicht, was er wollte, der Intendant wird gehen.
Unterstützung fand er augenscheinlich in der Achse Bachmann – Brotkorb!

Also nicht Neues bei uns an der Ostsee – allerdings hätten wir das schon vor Monaten ahben können.

Naja, die 100 Jahre (später), die schon Bismarck in’s Gespräch brachte.


Stillstandsaktionismus ohne nachhaltigen Sinn schrieb am 03.02.2016 11:11 Uhr:

Ein Bürgermeister der „handelt“? Sein Verhalten war absolut vorhersagbar. Er schaut auf aktuelle Zahlen und „entscheidet“ Opernhaus. Er war nicht in der Lage, die soziale Reaktion seiner Stadt zu reflektieren, ohne den Glanz der Philharmonie schmälern zu wollen. Wir sind in einer Tages-Technokratie der Politik verhangen. Politik für Leben ist kaum mehr Maßstab. Die gesamte Theater“reform“ in MV bleibt Lebens-Sinn schuldig. Ohne Verkehrs- und Tourismuskonzept stolpert ein Minister in Bruderschaft mit Tagesentscheidern wie Herrn Methling in eine fatale Strukturentscheidung für das Land. Die jungen Leute gehen schweigend. Wir haben einen Generationenkonflikt, den sich die Generation 50+ mit ihren selbst erzogenen „Jungpolitikern“ als Mehrheitsmeinung kultiviert, das sie in den letzten 15 Jahren des Dauerfeuers von Verordnungen zur Lebensregulation die Orientierung (menschlich nachvollziehbar) in Tausenden von Bürostunden und Meetings der gleichen Maschinerie verloren haben. Keiner fragt nach denen, täglich für Null Euro an den normalsten Orten des Lebens ihre Zeit opfern, um den psychischen Kollaps der Gesellschaft zu verhindern. Diese Menschen müssen auch irgendwo auftanken, um nicht den Halt zu verlieren, denn sie sind eine Minderheit, obwohl sie alles zusammenhalten. Neben der Natur bleibt oft nur Kultur, um den Kopf frei und oben zu behalten. Das Ersatzleben aus und mit Plasmabildschirmen hilft hier nicht, es bildet eine fatale Einheit mit dem Denken von 12 bis Mittag.


Maria schrieb am 03.02.2016 11:14 Uhr:
Noch ist nicht aller Tage Abend. Aufgeben gilt nicht. Kann nicht endlich jemand diesen selbstherrlichen Methling stoppen? Nun also macht Methling doch, was Brodkorb will. Und gerade jetzt hätte man doch gute Karten, dies nicht zu tun. Jetzt, wo alle Welt weiß, welch mieses Spiel der Minister betreibt und wie er im Hintergrund jahrelang das Schweriner Theater finanziell bevorzugt hat. Jetzt ist Brodkorb offen in der Kritik. Seine unsägliche Kulturpolitik wird im Landtag Maß genommen. Ich glaube kaum, dass er es jetzt noch vertreten könnte, Rostock den ausstehenden Betrag nicht zu gewähren. Und gerade jetzt stellt sich Methling hin und sagt: „Ich habe entschieden.“ Wie unverfroren!
Rostocker, wir wollen uns doch wohl unser Schauspiel und Tanztheater nicht nehmen lassen. Wir wollen doch wohl unseren Intendanten behalten. Also, auf geht`s.


Gundula schrieb am 03.02.2016 11:36 Uhr:

Musiktheater ist zweifelsohne toll. Es berührt, entspannt, begeistert, lädt zum Träumen ein. Aber: es tut auch keinem weh. Es ist nicht wie das Schauspiel in der Lage, aufzurütteln, sich in die politische Diskussion einzumischen, zu bilden, gesellschaftliche Problem aufzuzeigen. Musiktheater tut keinem weh. Und darum fällt ein OB auch solch eine Entscheidung. (Obwohl er generell nichts von Theater, auch nicht vom Musiktheater hält.)


Uwe schrieb am 03.02.2016 14:24 Uhr:
War das der letzte Racheakt von Rosinski, bevor er geht?
Fakt ist, dass er in seinem Positionspapier das Opernhaus favorisiert hat, so dass der OB hier auf den Zug aufspringen konnte.
Fakt ist aber eben auch, dass Rosinski im Papier abwertend über das Rostocker Schauspiel (auch der DDR-Vergangenheit) schreibt. Warum wohl?
Er geht weg, er hat in Rostock bald nichts mehr zu melden. Warum beschmutzt er dann noch das eigene Nest?

Auch auf der öffentlichen Facebookseite „Initiative Volkstheater Rostock“ herrscht Verwirrung, Verbitterung, Ratlosigkeit, Wille zum Widerstand ohne zu wissen wie… Nur zum Appetitmachen hier einige wenige Textstellen:

Jan-Ole Ziegeler
Jeder kennt diese Momente, in denen er nicht weiß, ob er lachen oder weinen soll. In der Rostocker Theaterdebatte ergeht es mir seit vier, fünf Jahren am Stück so.
Der OB als einziger Gesellschaftervertreter (wie absurd!) der VTR GmbH hat einen Beschluss zu Papier gebracht. Ich bin mir sicher, dass er weiß, was er will, aber ich bin mir ebenfalls sicher, dass wir zum zigsten mal nicht einen einzigen, brauchbaren Schritt weiter sind.
Und Herr Methling beweist, dass es ihm vollkommen egal ist, über welche Leiche, bzw. Spartenschließung, er gehen muss, um seine Idee einer zweiten Stadthalle auf seiner Maritimen Meile anstelle eines zukunftsfähigen Volkstheaters Rostock, durchgesetzt zu bekommen.
Aber das grundsätzliche Problem in dieser zähen, grotesken Theaterdebatte ist die Rostocker Bürgerschaft. Unter den 53 Mitgliedern sind bei weitem zu wenige, die sich bürgernah mit den Themen der Stadt befassen.
UND: Bevor es jetzt wieder von irgendeinem CDU- SPD- oder UfR-Heini abgetan wird, fragen wir doch unsere 53 mal, wer erklären kann, was im actori-Gutachten steht, wer von ihnen 2+2 erklären kann, wer von ihnen weiß, was die Zielvereinbarung (abgekartet zwischen Methling und Brodkorb) bedeutet und was in Methlings aktuellem Beschluss steht . . . Man wird bei mindestens 80% der „gewählten Rostocker Volkstvertreter“ lange Gesichter und Ahnungslosigkeit zur Antwort bekommen. Versprochen!


Tobias Sosinka

@ #‎Sewan_Latchinian‬ Das und Sie machen mich traurig +++

@ ‪#‎Stefan_Rosinski‬ +++ Das und Sie machen mich wütend +++


Rainer Schnös

Es ist und bleibt ein Affront gegen den Intendanten, das Ensemble und das Publikum: wie soll man denn dagegen noch ankämpfen?
Dieser OB will sich einen sehr zweifelhaften Platz in Rostocks Stadtgeschichte schaffen.
Ob man alles blockieren und aussitzen sollte bis dieses Ego ausgewechselt wird?-Abgesehen davon: für eine Oper von Rang reichen die Zuschüsse doch auch nicht. Ich muss immer wieder an Prenzlau und sein Orchester denken: alle Instrumentengruppen außer Streicher wurden abgewickelt: das Ergebnis: flachere publikumswirksame Programme.
Eine Stadt wie Rostock braucht ein progressives MusikTheater und Schauspiel und Tanz. Ohne all das wird die HFM geschwächt, die Bürger haben keine Chance, sich kulturell zu bilden und die Kinder sehen nichts außer Zauberflöte und Hänsel und Gretel.
Rostock muss jetzt auf die Straße für ein echtes „Volkstheater “ mit Charakter und Profil.
In Italien kann man sich ansehen, wohin so eine Politik führt: Stagionebetrieb=Monokultur


Christopher Dietrich

Ich wundere mich sehr über den Ausdruck [in einem FB-Statement von Dr. Bachmann; Admin], das Schauspiel werde nicht abgeschafft, sondern bekomme nur neue Produktionsformen. In der OZ wurden Sie mit dem Vorschlag zitiert, man könne hier ja mit der Compagnie de Comedie kooperieren. Die Compagnie ist schon Ergebnis einer Entlassungswelle am VTR nach der Wende. Sie musste sich seither immer mehr verkleinern und hält nur durch ein kleines, extrem engagiertes und vielfach ehrenamtliches Team den Spielbetrieb im eigenen Haus (!) aufrecht. Vielleicht ist da mal eine Kooperation drin, aber damit kann doch nicht ansatzweise eine abgewickelte Schauspielsparte kompensiert werden. Das sind auch keine neuen Produktionsformen. Mich hat (neben dem Inhalt) schon am 2+2-Beschluss geärgert, dass so getan wurde, als würde es nicht zuallererst um Streichung und Abbau gehen. Wenn man diesen Abbau aus best. Gründen beschließt oder mitträgt, dann sollte man auch den Mut haben, sich dazu zu bekennen und keine unrealistische Perspektiven für die abgebauten Sparten verkünden.

Inga Wolff
Es geht hier ausschliesslich um Immobiliendeals (zwei) und die gehen nur, wenn das Theater den Standort räumt und in ein neues Haus zieht. Gelder werden aber nur für ein kleines Haus bewilligt, also reduzieren.. Was wegfällt ist den Entscheidern egal. Aber entscheiden müssen Sie. „Was wollen Sie für die Bürger Rostocks?“ wäre die richtige Frage. Das was jetzt passiert, ist eine relativ schnelle, einfache und kurzfristig billigere Lösung um die Immobiliendeals endlich einzutüten.
Und auch unser aller Oberbürgermeister meldet sich (auf Deutschlandradio Kultur) zu Wort:
Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass – auch aus meiner Erfahrung mit der Rostocker Theaterszene – Orchester und Schauspiel in einer Studentenstadt wie Rostock die bessere Variante gewesen wäre. Aber wenn der kulturpolitische Sachverstand – Geschäftsführung und Aufsichtsrat gemeinsam – zu der Auffassung gelangt, Opernhaus ist die Perspektive für das Theater Rostock, dann werde ich mich dem auch nicht verwehren.
Schuld sind eben immer nur die anderen.

Geld ist genug da! Wir fliegen sogar in den Krieg

Wer die aktuellen Nachrichten aufmerksam verfolgt, stellt immer wieder fest, Geld ist genug da – nur nicht für Bildung und Kultur. Der folgende Text beschränkt sich auf wenige Beispiele.

Auf Bundesebene: Bundeswehreinsatz in Syrien

Die taz merkt hierzu kurz und treffend an:

„Zum Schutz von Zivilisten war ein deutscher Militäreinsatz in Syrien jahrelang „undenkbar“, aber aus Solidarität zu Frankreich stellen wir innerhalb von drei Wochen sechs Tornados und eine Fregatte bereit. 134 Millionen Euro kostet das – anders eingesetzt, könnten wir mit diesem Geld Hunderttausenden Syrern eine Flucht nach Deutschland ersparen.“

Für unsere Sicht auf die Dinge halten wir fest: 134.000.000 € für den Krieg, nicht für Frieden, Bildung und Kultur. Und das ist nur ein Einsatz neben 14 (16) anderen, ist nur ein Militärposten neben vielen anderen (neue Euro-Hawk-Projekte, neue Sturmgewehre usw. usf.).

Zu recht merken kritische Bürger an, z.B. Benno Thiel:

Den Irrsinn sofort stoppen! Noch mal: Da begehen nicht integrierbare Franzosen und Belgier, die nicht aus Syrien sondern vorwiegend aus den Banlieues von Paris und Brüssel stammen, grausame Anschläge – und deswegen ziehen nun EU-Staaten in den Krieg.

Obwohl es keine rationale Hoffnung gibt, dass die Schlacht gegen die IS-Terrormilizen jemals zu gewinnen ist. Es gibt kein Konzept. Keine klaren Ziele. Keine Exit-Strategie, nichts. Die Logik? Keine.

Die Kurden, die die einzigen sind, die effektiv den IS bekämpfen, werden von den Türken, die das IS -Öl verscherbeln, bombardiert, die USA werfen Waffen und Munition über IS Gebiet ab, natürlich unbeabsichtigt, bombardieren ein Krankenhaus, ebenfalls mangels Zielwasser, und unser von Hochwürden Gauck und Gabriel hofierter Verbündeter Saudi Arabien, der Kirchen und Synagogen verbietet, für westliche Werte nur Hohn überig hat, der der schon mal Häftlinge auspeitschen und Köpfe und Hände abhacken lässt, finanziert mit Unterstützung der USA den IS. Und wir machen mit.

Und weiter:

Frankreich wurde nicht vom Ausland angegriffen, sondern von einigen dumpfen Milchbubis aus den Problemvierteln von Frankreich und Belgien. Nun müssen wir aber Frankreich dringend unterstützen!

Dumm ist nur, dass Deutschland Frankreich nur militärisch beistehen darf, wenn es gegenwärtig angegriffen wird. Die Anschläge von Paris sind aber vergangen – und die Gefahr zukünftiger Angriffe diffus.

Frankreich kann zwar das in der Charta der Vereinten Nationen verbriefte Notwehrrecht für sich beanspruchen, aber gegen wen? Zudem ist aber der Beistand Deutschlands damit längst noch nicht legitimiert.

Das Hauptproblem ist also, dass Frankreich gegenwärtig überhaupt nicht angegriffen wird, die Anschläge von Paris sind vergangen. Syrien ist nach wie vor ein souveräner Staat, noch dazu Mitglied der Vereinten Nationen. Und deren Charta untersagt ausdrücklich die Unterstützung bewaffneter Aufstände in einem Land. Also was soll das Theater?

Sollte man sich an einer Verfassungsbeschwerde beteiligen? Den Aufruf an die Soldaten des Syrieneinsatzes verbreiten?

Auf Landesebene

Beispiel 1: Ausgaben für Computer

Die Landesregierung M-V gibt jährlich 85 Millionen € für Rechentechnik aus, für die Theater im Land aber nur 35 T€ – was der Rechnungshof  kritisiert.

„Computer statt Bühne, Software statt Oper, Datenerfassung statt Arbeitsplätze“, merkt in einem OZ-Leserbrief Helge Bothur an.

Diese Verschwendung erinnert an eine etwas zurückliegende Situation, wo von einem Virus befallene Landes-Rechner einfach verschrottet und neue gekauft wurden. Verschrottet, nicht virusbereinigt und wiederverwendet oder wenigestens weiterverkauft! Vermeidbare Kosten: 187 300 Euro. – Von Kosteneinsparungen durch den Umstieg vom virenanfälligen Windows auf das virenresistente LINUX und den daraus resultierenden erheblichen Kosteneinsparungen mal ganz zu schweigen (die Stadt München demonstriert, wie gut das geht!).

Für unsere Sicht auf die Dinge halten wir fest: 85.000.000 €/Jahr für IT, aber nur 36.000.000 €/Jahr für die Theater im Land.

Beispiel 2: Viel Geld für Gemeindefusionen

Die Landesregierung will Gemeinde-Fusionen mit 40 Millionen bezuschussen.

Warum so viel Geld aufwenden? Großgemeinden haben den gleichen „Vorteil“ wie Großkreise: Die meisten Bürger sind dann weiter weg von den Entscheidungsträgern.

Auf der Ebene der Stadt Rostock

Beispiel 1: Petriviertel

Nur für die Erschließung als Wohngebiet wurden folgende Gelder ausgegeben (u.a. für aufwendig erstellte künstliche Wasserläufe und Brücken über dieselben):

Aktivitäten Mio. € gesamt Mio. € HRO
Erschließung Wohngebiet

13,5

5,5

Spiel-, Sport-, Erholungs- und Grünflächen

7,9

3,3

Gebietsübergreifende Baumaßnahmen

?

4,3

Summe städtische Teilfinanzierung

13,1

Begleitet wurde die Entwicklung des Viertels durch den Projektbeirat unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Roland Methling…“

Quelle: europaticker.de vom 27.11.2015

Beispiel 2: 8.000.000 für Veolia

Darüber berichteten der VTRblog schon vor einem Jahr.

Obwohl der Grund für die „Schadensersatzzahlung“ hinfällig wurde, weil Veolia ja den Folgevertrag für die Abfallentsorgung erhielt, ist bis heute nichts von einer Rückzahlung der rund 8 Mio. € an die Stadtkasse bekannt geworden.

Beispiel 3: Brücke über die Stadtautobahn

9.400.000€ Gesamtkosten, davon trägt die Stadt 3.200.000 €.

Weitere Beispiele

  • Es gab auch eine Machbarkeitsstudie für die Rostocker olympische und paralympische Segelwettbewerbe vor Warnemünde in den Jahren 2024 und 2028, Kosten unbekannt.
  • Der Umbau der Steintor-Kreuzung (geschätzte Kosten 2.600.000 €).
  • Dann sind da noch die Träume (wirklich nur Träume?) unseres Verkehrssenators über die Verlängerung der Straßenbahnlinien zusammen mit der Schaffung von Großparkplätzen und über die Verlegung der Trassenführung für die Straßenbahn zum Stadthafen.

Die Liste der Beispiele lässt sich gewiss noch verlängern. Für den Beweis, dass genug Geld da ist, wenn es nicht gerade um Bildung und Kultur geht, sollte es reichen.

Kleine Chronik

Das ist nur der Versuch einer kleinen Chronik an Hand öffentlicher Informationen

20.07.2015

NDR: Radikales Volkstheater-Sparkonzept vorgelegt

Die Geschäftsführung des Volkstheaters Rostock hat am Montag [also heute, am 20.7.] in einem internen Papier die geforderte Komplettschließung des Musik- und Tanztheaters sowie die Halbierung des Schauspielensembles ins Spiel gebracht. Das würde die Entlassung von 92 Mitarbeitern bis 2020 bedeuten… Latchinian und Rosinski verweisen darauf, dass der verbleibende Restbetrieb auf ein Konzerthaus mit einem Bespieltheater im Schauspiel hinauslaufe.

 

21.07.2015

Schon einen Tag später berichtet der NDR: OB Methling kritisiert „Bankrotterklärung“.

Das Papier sei „eine einzige Bankrotterklärung“, sagte Methling am Dienstag. Dass es harte Einschnitte geben müsse, sei allen bewusst. Es sei aber unverständlich, dass die Theater-Geschäftsführung sich nicht an dem orientiert habe, was Gutachter zuvor aufgezeichnet hätten. „Stattdessen wird ein Papier vorgelegt, das eine einzige Inszenierung auf der Basis der größtmöglichen Provokation zu sein scheint.“

 

23.09.2015

„Sparzwang am Volkstheater Rostock: „Ich hab’ es gern unbequem“ (Latchinian)“: Berliner Zeitung

 

25.09.2015: „Es fehlt die tragende bürgerliche Schicht… dies ist eine postsozialistische Gesellschaft, die nicht weiß, wie sie mit sich selbst kommunizieren soll“: Rosinski in der taz.

 

28.09.2015

Wenn das Theater alles gibt“: das-ist-rostock.de

21.10.2015

Landtagsfraktion Die Grünen: 399/2015 Berger: Theater in MV bundesweit am effektivsten – Kosten für Theatergutachten laufen dagegen aus dem Ruder

 

23.10.2015

Erste wissenschaftlich fundierte Studie in Deutschland über ökonomische Auswirkungen eines Konzerthaus-Betriebs

 

03.11.2015

Junge Welt: Nicht neutral bleiben! „Die Gewehre der Frau Carrar“ an der Vorpommerschen Landesbühne.

 

03.11.2015

Ostsee-Zeitung: Oberbürgermeister entmachtet Theater-Chefs

 

04.11.2015

Die Quelle der vorstehend zitierten Ostsee-Zeitungs-Meldung ist die erst auf den 4.11.2015 datierte „Vorlage – 2015/IV/1241“, federführend ist die städtische „zentrale Steuerung“ (wer bitte ist das?!), federführender Senator ist der OB. Das Anliegen dieser Vorlage ist:

Es wurde bereits im Zusammenhang mit der damals getroffenen Entscheidung zur Kündigung von Herrn Latchinian darauf hingewiesen, dass ihm grundsätzlich das Recht zusteht, seine Meinung zu äußern, diese Freiheit jedoch in einem Spannungsverhältnis zu den Pflichten steht, die ein Anstellungsvertrag im Verhältnis zwischen einer Gesellschaft und einem Geschäftsführer begründet.

Fünf Anlagen (in Form von Zeitungsartikeln) belegen die vielfache „Verletzung“ dieses Spannungsverhältnisses in Form von gelb markierten Textstellen. Beispiele:

Wir wurden genötigt, ein Konzept aufzustellen mit von der Politik vorgegebenen Rahmenbedingungen.

Die Bürgerschaft hat die Materie abgegeben.

Im Volkstheater arbeiteten zu Wendezeiten 725 Menschen, heute sind es 280… Wird weiter gespart, werden Theater zerstört.

Dass man meint, bei der Kultur am schmerzfreiesten kürzen zu können, deute ich als Ausdruck einer gewissen geistigen Verwahrlosung, die leider in unserer Gesellschaft passiert.

Ergebnis wäre nicht das 2+2-Sparten-Modell, sondern „1,5 plus null“.

Für Latchinian ist Demokratie gleichbedeutend mit Theater, wer das schließen will, handle schlicht „undemokratisch“.

Die fünfte Anlage, ein Artikel in der Ostsee-Zeitung vom 28.8.2015, ist leider nicht zu öffnen. Aber auch ohne die dort erfolgten Markierungen wird in den vorstehend nur auszugsweise zitierten, vom OB offenbar zutiefst mißbilligten Textstellen deutlich, wie viel Meinungsfreiheit unser OB seinen Untergebenen zubilligt – nämlich KEINE! Nicht einmal Faktennennung (obige Zitate 1-3) ist erlaubt!

 

04.11.2015

NDR: Theaterleitung von Planungen ausgeschlossen

 

04.11.2015

Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer: Rostocks Theater-Groteske erlebt den nächsten Akt: OB Methling „übernimmt“

 

04.11.2015

Das Magazin Klassic.com meldet: Volkstheater Rostock: Theaterleitung von Planungen ausgeschlossen

 

05.11.2015

Genossenschaft deutscher Bühnen-Angehöriger: „Der Oberbürgermeister als Künstler

 

05.11.2015

Die „neue musikzeitung“ ist vermutlich sehr dicht dran am Hintergrund allen Geschehens:

Rostock: Die Theater-Demontage in Meck-Pomm nimmt groteske Formen an: Zunächst hatte Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling vergeblich versucht, den Intendanten des Volkstheaters Sewan Latchinian fristlos zu kündigen. Die Bürgerschaft der Hansestadt machte die Kündigung rückgängig. Nun geht Methling einen anderen Weg: Er übernimmt den Job einfach selbst und entbindet Latchinian und Geschäftsführer Stefan Rosinski kurzerhand jeglicher Verantwortung oder Mitarbeit am Zukunftskonzept. Methling schreibt es lieber selbst mit Hilfe von gutbezahlten externen Beratern. Die kommen aus Methlings Immobilien-Umfeld und planen die Umgestaltung aller Spielstätten in sogenannte volkstümlich-erotische „Vergnügungs-Zentren“.

Endlich benennt es mal einer, das „Immobilien-Umfeld“!

 

06.11.2015

Schnelle Bestätigung der nmz-Ahnung: Heute berichtet die Ostsee-Zeitung über einen „50-Millionen-Euro-Plan für den Stadthafen“. 50 Millionen Euro, so viel soll(te) das neue Theater kosten. Für diesen Neubau muss die Theatertruppe schon ab 2016 löhnen. Und nun wird aus dem Theaterneubau ein „Erlebniszentrum zur Seefahrt“, ein „Maritim-Touristisches Zentrum“! Dagegen ist ja der Lachotzke-Vorschlag des „Zuckerhutes“ ein reines Zuckerschlecken. Deshalb wohl wurde die Bauanfrage für den Zuckerhut auch umgehen negativ beschieden.

Ein Leserbrief bringt es wohl auf den Punkt: Nachtigall, ick hör dir trapsen!


 

ab 07.11.2015

Sturmwache für das Volkstheater Rostock

Eine Aktion für Toleranz und Solidarität: Die Bürger der Hansestadt Rostock wachen über ihre Stadt und ihr Volkstheater

Beginnend mit dem 7. November 2015, dem Premierentag von Henrik Ibsens EIN VOLKSFEIND in der Regie von Sewan Latchinian, werden Bürger Rostocks an Vorstellungstagen jeweils abends 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn symbolisch ihren Dienst als Sturmwächter antreten.

Dank der Unterstützung der Initiative Volkstheater Rostock werden Bürger auf dem „Turm“ -der Außentreppe am Probebühnentrakt – für ca. 15 Minuten den Posten eines Sturmwächters beziehen, um mit einem Glockenschlag und persönlichen Worten die Bewohner der Hansestadt einschließlich ihres Theaters vor nächtlichen Stürmen oder Unwettern zu warnen.

Hintergrund dieser symbolischen Besetzung des Hauses ist die andauernde und breite Beteiligung Rostocker Bürger, die im Frühjahr mit großer Vehemenz für das Theater mit allen vier Sparten und die Weiterarbeit des entlassenen Intendanten Sewan Latchinian demonstrierten. Diese öffentliche Partizipation soll angesichts der aktuellen kulturpolitischen Entwicklungen mit einer langfristigen Aktion weiter erhalten und neu angeregt werden und die STURMWACHE als Plattform der demokratischen Meinungsäußerung genutzt werden.

Interessenbekundungen für diese außergewöhnliche Aufgabe eines „Sturmwächters“ hat es bereits gegeben. Weiterhin aufgerufen, sich als Sturmwächter zu beteiligen, sind bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur, die einen besonderen Bezug zu Rostock haben und natürlich alle interessierten Bürger der Hansestadt Rostock, die sich für das Begehren des Volkstheaters aussprechen wollen.

Interessierte können sich an die Initiative Volkstheater Rostock wenden: Jan-Ole Ziegeler, initiative-volkstheater@gmx.de oder Tel.: 0172 2796835.


 

Und natürlich die „Initiative Volkstheater Rostock“, immer tagaktuell, immer engagiert:

https://www.facebook.com/groups/1553224471592219/


 

Auch eine kleine Nebenfrage sollte erlaubt sein: Woher kommt plötzlich das viele Geld für die Unterbringung und Versorgung der vielen Flüchtlinge? Kultur ist nicht teilbar, Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft sind ein unverzichtbares Element. Aber gerade wegen der Unteilbarkeit: Woher kommt jetzt plötzlich das viele Geld?

http://www.ostsee-zeitung.de/Extra/Meinung/Leserbriefe/Politik-Leserbriefe/Unterbringung-von-Asylbewerbern

Geld ist mehr als genug da…

wenn man den Argumenten und Daten dieses Videos folgt (Es kann auch hier abgerufen werden)!

Der deutsche Text lautet:

Wenn Du bereit bist, dich zu erheben, erhebe dich!
Alle Kraft, die du brauchst, liegt in deinen Händen.
Jetzt schau dich um. Unsere Finanzsysteme wurden gekapert,
durch Generationen von Dieben.
Während du immer härter für immer weniger Geld arbeitest,
wurde das Spiel gegen dich zusammengebastelt.

Sie verwandeln alle von uns in virtuelle Sklaven.
Plünderer im Herzen unseres Finanzsystems
Manipulieren den Preis unserer wichtigsten Ressourcen:
Nahrung, Wasser, Energie und Gold.
Sogar der Wert des Geldes selbst wird von hochrangigen Ganoven weggesaugt
In einer gigantischen Verschwörung von unaufhaltsamer Korruption.

Sie berauben Milliarden Menschen um Billionen Dollar im Jahr.
Sparmaßnahmen sind nicht notwendig.
Finanzielles Notleiden ist nicht notwendig.
Es gibt keine Notwendigkeit für Armut.
Es gibt keine Knappheit! Wir sind lediglich die Opfer
Eines Raubzuges von unvorstellabrem Ausmaß.

Wir wurden mit einer Lüge gefüttert, die so riesig ist,
Sie unterdrückt die gesamte Menschheit.
Die Wahrheit ist, es gibt mehr als genug!
Vor 60 Jahren stieg die Produktivität so schnell an, daß sie voraussagten,
Daß heutzutage ganze Familien komfortabel mit dem Einkommen
Eines einzigen Versorgers leben könnten, nur 10 Stunden die Woche arbeitend.

Sie wunderten sich, was wir mit unserer Freizeit anfangen würden.
Was geschah mit diesem Traum? Es hat sich gezeigt, daß sie recht hatten.
Was eine komplette Arbeitswoche damals in Anspruch nahm, könnte heutzutage
In nur 10 Stunden erledigt werden. Wir haben Technologien, welche unsere Leistung
Um das tausendfache multiplizieren.und uns auf Arten verbinden,
die sie sich niemals hätten vorstellen können.

Wir sind nun hundertmal reicher als in der Blütezeit der 1950er Jahre.
Wir haben die Grenze der Prosperität überschritten. 70 Billionen
allein in den USA über 200.000 Dollar für jeden Mann, jede Frau, jedes Kind.
Der einzige Grund, warum wir diesen Wohlstand nicht erfahren ist,
weil er von einer korrupten Kriminellen-Klasse weggesaugt wird.
Sie plündern durch gigantische Konzerne, die Preise anheben,
die Löhne kürzen, die Früchte UNSERER Produktivität stehlen.

Wo einmal alle Familien mit nur einem Versorger florierten,
arbeiten nun beide Eltern, die achtfache Produktivität erbringend,
um über die Runden zu kommen. Sie kontrollieren die Medien
und benutzen zentrale soziale Streitpunkte, um uns zu spalten, Bruder gegen Bruder,
während sie unsere heiligen Institutionen plündern.
Sie machen uns Angst vor dem Kollaps der Großbanken.

Würden wir schlagartig das achtfache unserer Einkommen wiedererlangen,
welches jeden einzelnen Tag weggesaugt wird.
Gebt euch nicht diesen Betrügern hin, welche euch ausnutzen und versklaven,
welche eure Leben stehlen, euch sagen, was ihr zu tun, zu denken und zu fühlen habt.
Laßt uns ihre korrupten Systeme mit besseren Systemen ersetzen.
Laßt und die Früchte UNSERER Produktivität zurückfordern.

Laßt uns unseren Wohlstand teilen. Wir können dies jetzt tun.
Wir sind die Schöpfer. Und wenn wir zusammenkommen,
haben wir die Kraft jede Zukunft zu schaffen, die wir wollen.

(Edited by tragedy and hope.)