Rostocker Sparwut

Strafzinsen statt Theaterfinanzierung: Eine Frage von Kultur(losigkeit).
ODER: Warum hat die Bürgerschaft den OB nicht zum OSPA-Anlegerforum geschickt?

mcpoblog

Unser aller Oberbürgermeister lässt immer und überall erkennen, wie sehr ihm die Tilgung der Schulden, die sein „Konzern“ hat, am Herzen liegt (woher die Schulden kommen, wer für sie verantwortlich ist, wie hoch sie sind – das erfahren die Bürger nicht. Und wenn ein Bürger seine (?) Bürgerschaft fragt, dann weiß die das auch nicht und will es wohl auch gar nicht wissen. Demokratie eben).

„Konzern“, so nennt der OB bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit die Kommune Rostock. So führt er auch die ihm anvertraute Stadt. Kultur? Brauchen wir kaum, da sparen wir. Bildung, Soziales, Bürgerbeteiligung und ähnlicher Krimskram? Da sparen wir auch!

Immobilienwirtschaft, Hoch- und Tiefbau? Für deren Interessen hat der „Konzern“ stets ein offenes Ohr.

Aber wie passt das alles mit einer neueren Zeitungsmeldung zusammen? „Die Strafzinsen bei Geldinstituten haben Mecklenburg-Vorpommern erreicht. Die Hansestadt Rostock zahlt bereits für Guthaben bei einer ihrer Hausbanken, wie ein Sprecher…

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Geld ist offenbar genug da

mcpoblog

Beispiel 1:

Letztlich besuchte MP Sellering den Rostocker Zoo und sagte rund 9 Mio. € Fördermittel für das Zoo-Neubauprojekt „Polarium“ zu. Das Geld ist, anders als beim Volkstheater, nicht an Bedingungen geknüpft, etwa an die Abschaffung von Tieren, Gehegeverkleinerungen oder Mitarbeiterentlassungen… Auch die Stadt Rostock darf ihre 10 % Eigenanteil ausgeben – immerhin 1 Mio. €! Obwohl der Innenminister M-V ansonsten jede zusätzliche Ausgabe mit Hinweis auf den unverzichtbaren Schuldenabbau verbietet.

Beispiel 2:

Die Rostocker Fracht- und Fischereihafen GmbH baut eine neue Kaikante. Die kostet rund 6 Mio. €, 72 % davon gibt die Landesregierung dazu. Öffentliche Gelder als Geschenk an eine Privatfirma. Da muss ja richtig viel Geld im Landeshaushalt übrig sein!

Beispiel 3:

Die so klamme Hansestadt Rostock will nun auch – und ganz schnell! – das Petritor wieder aufbauen, dass 1960 wegen seiner Bombenschäden und des zu hohen Aufwandes bei der Wiederherstellung abgerissen worden war…

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Geschichten & Materialien zur Historie des Volkstheatergebäudes gesucht!

Gefunden:

Kennt ihr die Historie des Ortes, besitzt Fotos, Zeitungsartikel oder gar Gegenstände aus der Zeit der PHILHARMONIE oder dem Theater?

Für den 28. Mai 2016 plant unsere Tanzcompagnie eine ganz besondere Premiere: Im Stück CAFÉ COLORÉ werden Katja Taranu und ihr Team Geschichten aus der wechselvollen Vergangenheit des Gebäudeensembles des Volkstheaters erzählen.
Er war beliebtes Ausflugslokal, sozialdemokratisches Gewerkschaftshaus, Domizil der nationalsozialistischen Deutschen Arbeitsfront und ist seit nun mehr 72 Jahren ein lebendiges Theaterprovisorium.

Wir freuen uns auf eure Unterstützung!

Unsere Ansprechpartner in der Dramaturgie: Dörte Keck, Tel. 0381.3814640 / Martin Stefke, Tel. 0381.3814634 oder martin.stefke@rostock.de

theatergebaeude-frueher

Foto: Sammlung Andrasch

Mehr zur Inszenierung:
http://volkstheater-rostock.de/…/repert…/cafe-colore.1060513

 

Geld ist genug da! Wir fliegen sogar in den Krieg

Wer die aktuellen Nachrichten aufmerksam verfolgt, stellt immer wieder fest, Geld ist genug da – nur nicht für Bildung und Kultur. Der folgende Text beschränkt sich auf wenige Beispiele.

Auf Bundesebene: Bundeswehreinsatz in Syrien

Die taz merkt hierzu kurz und treffend an:

„Zum Schutz von Zivilisten war ein deutscher Militäreinsatz in Syrien jahrelang „undenkbar“, aber aus Solidarität zu Frankreich stellen wir innerhalb von drei Wochen sechs Tornados und eine Fregatte bereit. 134 Millionen Euro kostet das – anders eingesetzt, könnten wir mit diesem Geld Hunderttausenden Syrern eine Flucht nach Deutschland ersparen.“

Für unsere Sicht auf die Dinge halten wir fest: 134.000.000 € für den Krieg, nicht für Frieden, Bildung und Kultur. Und das ist nur ein Einsatz neben 14 (16) anderen, ist nur ein Militärposten neben vielen anderen (neue Euro-Hawk-Projekte, neue Sturmgewehre usw. usf.).

Zu recht merken kritische Bürger an, z.B. Benno Thiel:

Den Irrsinn sofort stoppen! Noch mal: Da begehen nicht integrierbare Franzosen und Belgier, die nicht aus Syrien sondern vorwiegend aus den Banlieues von Paris und Brüssel stammen, grausame Anschläge – und deswegen ziehen nun EU-Staaten in den Krieg.

Obwohl es keine rationale Hoffnung gibt, dass die Schlacht gegen die IS-Terrormilizen jemals zu gewinnen ist. Es gibt kein Konzept. Keine klaren Ziele. Keine Exit-Strategie, nichts. Die Logik? Keine.

Die Kurden, die die einzigen sind, die effektiv den IS bekämpfen, werden von den Türken, die das IS -Öl verscherbeln, bombardiert, die USA werfen Waffen und Munition über IS Gebiet ab, natürlich unbeabsichtigt, bombardieren ein Krankenhaus, ebenfalls mangels Zielwasser, und unser von Hochwürden Gauck und Gabriel hofierter Verbündeter Saudi Arabien, der Kirchen und Synagogen verbietet, für westliche Werte nur Hohn überig hat, der der schon mal Häftlinge auspeitschen und Köpfe und Hände abhacken lässt, finanziert mit Unterstützung der USA den IS. Und wir machen mit.

Und weiter:

Frankreich wurde nicht vom Ausland angegriffen, sondern von einigen dumpfen Milchbubis aus den Problemvierteln von Frankreich und Belgien. Nun müssen wir aber Frankreich dringend unterstützen!

Dumm ist nur, dass Deutschland Frankreich nur militärisch beistehen darf, wenn es gegenwärtig angegriffen wird. Die Anschläge von Paris sind aber vergangen – und die Gefahr zukünftiger Angriffe diffus.

Frankreich kann zwar das in der Charta der Vereinten Nationen verbriefte Notwehrrecht für sich beanspruchen, aber gegen wen? Zudem ist aber der Beistand Deutschlands damit längst noch nicht legitimiert.

Das Hauptproblem ist also, dass Frankreich gegenwärtig überhaupt nicht angegriffen wird, die Anschläge von Paris sind vergangen. Syrien ist nach wie vor ein souveräner Staat, noch dazu Mitglied der Vereinten Nationen. Und deren Charta untersagt ausdrücklich die Unterstützung bewaffneter Aufstände in einem Land. Also was soll das Theater?

Sollte man sich an einer Verfassungsbeschwerde beteiligen? Den Aufruf an die Soldaten des Syrieneinsatzes verbreiten?

Auf Landesebene

Beispiel 1: Ausgaben für Computer

Die Landesregierung M-V gibt jährlich 85 Millionen € für Rechentechnik aus, für die Theater im Land aber nur 35 T€ – was der Rechnungshof  kritisiert.

„Computer statt Bühne, Software statt Oper, Datenerfassung statt Arbeitsplätze“, merkt in einem OZ-Leserbrief Helge Bothur an.

Diese Verschwendung erinnert an eine etwas zurückliegende Situation, wo von einem Virus befallene Landes-Rechner einfach verschrottet und neue gekauft wurden. Verschrottet, nicht virusbereinigt und wiederverwendet oder wenigestens weiterverkauft! Vermeidbare Kosten: 187 300 Euro. – Von Kosteneinsparungen durch den Umstieg vom virenanfälligen Windows auf das virenresistente LINUX und den daraus resultierenden erheblichen Kosteneinsparungen mal ganz zu schweigen (die Stadt München demonstriert, wie gut das geht!).

Für unsere Sicht auf die Dinge halten wir fest: 85.000.000 €/Jahr für IT, aber nur 36.000.000 €/Jahr für die Theater im Land.

Beispiel 2: Viel Geld für Gemeindefusionen

Die Landesregierung will Gemeinde-Fusionen mit 40 Millionen bezuschussen.

Warum so viel Geld aufwenden? Großgemeinden haben den gleichen „Vorteil“ wie Großkreise: Die meisten Bürger sind dann weiter weg von den Entscheidungsträgern.

Auf der Ebene der Stadt Rostock

Beispiel 1: Petriviertel

Nur für die Erschließung als Wohngebiet wurden folgende Gelder ausgegeben (u.a. für aufwendig erstellte künstliche Wasserläufe und Brücken über dieselben):

Aktivitäten Mio. € gesamt Mio. € HRO
Erschließung Wohngebiet

13,5

5,5

Spiel-, Sport-, Erholungs- und Grünflächen

7,9

3,3

Gebietsübergreifende Baumaßnahmen

?

4,3

Summe städtische Teilfinanzierung

13,1

Begleitet wurde die Entwicklung des Viertels durch den Projektbeirat unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Roland Methling…“

Quelle: europaticker.de vom 27.11.2015

Beispiel 2: 8.000.000 für Veolia

Darüber berichteten der VTRblog schon vor einem Jahr.

Obwohl der Grund für die „Schadensersatzzahlung“ hinfällig wurde, weil Veolia ja den Folgevertrag für die Abfallentsorgung erhielt, ist bis heute nichts von einer Rückzahlung der rund 8 Mio. € an die Stadtkasse bekannt geworden.

Beispiel 3: Brücke über die Stadtautobahn

9.400.000€ Gesamtkosten, davon trägt die Stadt 3.200.000 €.

Weitere Beispiele

  • Es gab auch eine Machbarkeitsstudie für die Rostocker olympische und paralympische Segelwettbewerbe vor Warnemünde in den Jahren 2024 und 2028, Kosten unbekannt.
  • Der Umbau der Steintor-Kreuzung (geschätzte Kosten 2.600.000 €).
  • Dann sind da noch die Träume (wirklich nur Träume?) unseres Verkehrssenators über die Verlängerung der Straßenbahnlinien zusammen mit der Schaffung von Großparkplätzen und über die Verlegung der Trassenführung für die Straßenbahn zum Stadthafen.

Die Liste der Beispiele lässt sich gewiss noch verlängern. Für den Beweis, dass genug Geld da ist, wenn es nicht gerade um Bildung und Kultur geht, sollte es reichen.

„Sturmwächter“-Rede von Malte Rüther für den Erhalt des Rostocker Volkstheaters vom 17.11.2015 (Es gilt das gesprochene Wort)

Rostockerinnen und Rostocker, ich freue mich: Wir sehen heute ein Konzert mit der Norddeutschen Philharmonie Rostock, mit den Gesangssolisten und dem Opernchor des Rostocker Volkstheaters. Musik, die etwas bedeutet und in uns bewegt. Gesang, die elementarste aller Musikformen, der die Seele direkt berührt, Kultur, die uns bereichert, die unser Rostock bereichert.

Rostockerinnen und Rostocker, ich bin traurig: Das, was wir heute erleben dürfen, wird es wohl bald in Rostock nicht mehr geben. Schuld sind Engstirnigkeit und Kleingeist, die Arroganz der Macht und der unbedingte Wille, ein wertvolles Kulturgut zu zerstören, in Teilen der Rostocker Kommunalpolitik und der Landespolitik.

Rostockerinnen und Rostocker, lasst Euch nicht für dumm verkaufen! Euer Oberbürgermeister und Euer so genannter „Bildungsminister“ sagen, dass sie das Volkstheater „zukunftsfähig“ machen wollen – und zu diesem Zweck sollen alle Gesangssolisten, der gesamte Opernchor und alle Tänzer entlassen werden, eiskalt und ersatzlos gestrichen. Was ist das für denn eine kranke Logik? Das Theater wird nicht zukunftsfähig gemacht, es wird weggespart. Arbeitsamt statt Tanz, Hartz IV statt Opern. Das „halbe“ Volkstheater ohne Sänger und Tänzer soll aber die gleichen Einnahmen erzielen wie bisher das ganze – Ein wahres Wunderwerk der Rechenkunst, Herr Methling, Herr Brodkorb, jeder Controller würde für so etwas entlassen werden (Vielleicht entlassen die Wähler ja Sie auch…)!

Wer rechnen kann, weiß, dass dieses Modell nicht aufgeht, dass Orchester und Schauspiel als nächstes auf der Streichliste stehen werden, und dass das von den eingesparten Gehältern des entlassenen Ensembles finanzierte Gebäude am Bussebart vieles sein wird, nur kein lebendiges Theater, allenfalls eine Mehrzweckhalle. Doch von Alternativen will der OB nichts wissen: Schließlich hat er die Spartenschließung ja angekündigt, nun setzt er sie um, ob sie Sinn ergibt, ist da egal.

Mit Verlaub, Herr Methling: Wer so viel Energie darauf verwendet, ein funktionierendes, erstklassiges und angesehenes Theaterensemble mit einem über Jahrzehnte gewachsenen Opernchor zu zerschlagen, obwohl es Alternativen gibt, die finanzierbar sind; wer so viel Energie darauf verwendet, ein Unesco – Weltkulturerbe, nämlich die deutsche Theater- und Orchesterlandschaft, hier in Rostock zu zerstören,–der betreibt Bilderstürmerei und nichts anderes. So viel Meinungsfreiheit muss sein, auch in Rostock! Mich können Sie ja nicht entlassen…

Rostockerinnen und Rostocker,

wollt ihr das alles wirklich? Oder wollt Ihr Eurer Theater behalten, pflegen, nach vorne bringen, mehr von Euren Mitbürgern für Orchester, Gesang, Tanz und Schauspiel begeistern und ins Theater mitbringen? Und wollt Ihr mit Euren Kindern und Enkeln noch in die Oper und ins Tanztheater gehen können? Oder sollen sie in einer Stadt der kulturellen Verflachung aufwachsen, deren Kultur nur noch Jahrmärkte sind?

Rostockerinnen und Rostocker, das Theater gehört nicht Herrn Methling und Herrn Brodkorb – Es ist Euer Volkstheater, tut etwas dafür! Sagt Euren Stadtoberen, dass Ihr das Volkstheater weiter wollt. Sagt ihnen, dass Ihr die Opern wollt, dass Ihr den Tanz wollt, dass Ihr Euren Opernchor, Eure Sänger und Tänzer behalten wollt. Sagt Euren Stadtoberen, dass Ihr keine leere Betonhülle am Bussebart wollt, als Mausoleum eines einst lebendigen Volkstheaters . Seid solidarisch, Rostocker! Und Sagt Eurem Bildungsminister, sagt Eurem Ministerpräsidenten: Wenn Ihr das Rostocker Volkstheater weiter zerstört, wenn Ihr Eure Politik nicht ändert, könnt Ihr Eure Wiederwahl vergessen.

Und, Mitglieder der Bürgerschaft: Lasst auch Ihr Euch nicht für dumm verkaufen, so wie am 25. Februar, als Ihr für den Kahlschlag als „Kompromiss“ getarnt, als ihr für die Spartenschließung als „Kooperation“ getarnt gestimmt habt, Frau Briese-Finke, Herr Dr. Terpe. Knickt nicht wieder und weiter ein, stoppt den Kulturkahlschlag stoppt die Totengräber des Volkstheaters jetzt!

Es lebe das Rostocker Volkstheater mit allen seinen Sparten und Mitarbeitern!

Wenn ich das Wort Kultur höre…

„Wenn ich Kultur höre … entsichere ich meinen Browning“, heißt es im „Schlageter“-Stück des SS-Oberführers und Präsidenten der Reichsschrifttumskammer Hanns Johst. Göring übernahm das Zitat und benutzte es so oft, dass es gemeinläufig ihm zugeschrieben wird.

Warum dieser Rückblick? Vielleicht, weil es heute nur auf den ersten Blick etwas subtiler zuzugehen scheint, aber auf den zweiten Blick genauso brachial? Die Zustände am VTR müssen hier nicht explitzit genannt werden. Jetzt wird in Rostock die Kulturkeule gegen das LOHRO geschwungen (und wiederum ist der Herr Oberbürgermeister direkt beteiligt) und andernorts löst man mal eben so ein Orchester auf, in Mainz wird das Theater angezeigt, weil die Mitarbeiter im Theater Beethovens „Ode an die Freude“ sangen, während sich die AFD vor dem Theater versammelte…

Nein, eine Pistole brauchen die heutigen Kulturschänder nicht, es reichen ein Dreh am Geldhahn, Repressionen und willlfährige Schlechtschreiber…

Jetzt auch noch offene Angriffe auf die „Initiative Volkstheater“ – was ist denn das für ein schlechter Stil, liebe OZ? Die Ostsee-Zeitung war einmal Vorreiter für den Erhalt des vierspartigen Volkstheaters und setzte mit ihren OZ-Foren zum VTR Maßstäbe für ein deutliches Engagement zugunsten unseres Stadtheaters – solange Frank Pubantz die rostocker Lokalredaktion leitete. Inzwischen hat wohl nicht nur die Kulturredaktion eine offenbar gänzlich andere Sicht aufs Theater, wie der  Verriß der Tanztheater-Uraufführung „Robin Hood“ durch Kulturchef Michael Meyer überdeutlich zum Ausdruck brachte. Nun kann man ja einen Theaterbesuch mental sehr unterschiedlich erleben und entsprechend darüber berichten. Aber von einem verantwortlichen Redakteur darf man auch ein Mindestmaß an Sachlichkeit erwarten, sonst läuft es für den arglosen Leser auf Desinformation hinaus.

Was hat das mit den Angriffen auf die Initiative Volkstheater zu tun? Auf seiner eigenen Facebook-Seite hat sich ein Initiative-Mitglied sehr über die ungerechte „Kritik“ des Herrn Meyer geärgert und dazu geschrieben. Das wurde dann (facebook-üblich) auf der FB der Initiative rebloggt. Was zumindest den Herrn Andreas Meyer, Leiter der Lokalredaktion Rostock, offenbar so sehr ärgerte, dass er in der heutigen OZ-Ausgabe eine regelrechte Schlammschlacht eröffnete. Unter der Überschrift „Krawall statt Konsens“ erfahren die OZ-Leser, „im Ton vergreift sich die Initiative gewaltig“. Beweis: Ein (in Zahlen: 1)  Mitglied der Initiative „beschimpfte“ auf der Facebooik-Seite der Initiative unlängst die Rostocker als „sattgefressen“ und „lahm“ (richtig, aber auch nicht zielführend: Der Schreiber beschrieb die wenig theater-engagierte Mehrheit der Rostocker als sattgefressen und lahm). Ein einziges Mitglied von rund zweitausend ist für Herrn Meyer repräsentativ! Noch dazu auf Facebook, diesem Netzwerk, auf dem es von unbedarften, dümmlichen, oft pubertär wirkenden Kommentaren nur so wimmelt! Wäre mir FB nicht viel zu unangenehm und hätte ich die Zeit, würde ich jetzt auf der FB-Seite der OZ gründeln gehen. Herr Meyer, nach Ihrer Vorgehensweise wäre das Ergebnis für die OZ katastrophal!

Dank Herrn Meyer können wir aber die meyer’sche (Un-) Logik mit seinen eigenen Worten kurz zusammenfassen: „Wer geht schon gerne ins Theater, wenn er sich vorher beschimpfen lassen muss?“

Und ich selbst frage mich, warum zahlst Du noch für die OZ, statt für das eingesparte Geld ins Theater zu gehen?

 

 

Das Internet ist in Gefahr!

Markus Beckedahl, Gründer und Chefredakteur von netzpolitik.org , schrieb am 26.10.2015 an Rumpelstilzchen:

Schon morgen wird das Europaparlament über die Netzneutralität entscheiden.

Das Thema beschäftigt viele Menschen. „Netzneutralität“ klingt zwar sperrig, das Problem ist aber ganz einfach: Gegenwärtig werden Datenströme im Internet gleich gut oder gleich schlecht behandelt. Bis heute wird kein Anbieter bevorzugt. Große Telekommunikations-Konzerne würden das gern ändern. Durch Drosselkom-Tarife wollen sie die Verbraucherinnen und Verbraucher noch mehr als bisher zur Kasse bitten.

Bisher haben über 175.000 Menschen meine Petition für Netzneutralität unterschrieben. Unser Ziel ist es, vor der Entscheidung morgen, die Schwelle von von 200.000 zu erreichen.

Bitte helfen Sie mit, den Druck auf das Europaparlament zu erhöhen und unsere Europaabgeordneten für die Netzneutralität zu gewinnen.

Viele Grüße,
Unterschreiben Sie meine Petition?