Es gibt doch noch Kultur in Deutschland…

Hier gefunden:

Brothers in Arms – Cover von Michaela Danner

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Gibt es noch Kultur in Deutschland?

Und, nein, ich habe, außer dem, was in der Videobeschreibung geschrieben ist, keine Ahnung, wo Michaela Danner politisch steht.

Vielleicht spricht die Kunst hier für sich?

Für sich, für Syrien, für den Frieden, für Menschlichkeit…

Und Ihr am Volkstheater Rostock, was wollt IHR ernsthaft einbringen?

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Kultur der Herrschenden

Gefunden:

Wo käme man denn da hin, wenn in der Kultur den Herrschenden nicht genehme Meinungen geäußert werden dürften. Man stelle sich nur mal vor, in der Kultur könnte jemand die geliebten Freunde aus Übersee einfach so eine terroristische Bande von Angriffskriegern nennen und 9/11 als Inside-Job bezeichnen, die herrschende Ideologie des Zionismus schmähen oder Gotteslästerung gegen die Überhöhung des Holocausts zum quasi-religiösen Popanz betreiben. Nicht auszudenken. Es ist klar, dass da die Wellen hochschlagen. Kunst und Kultur hat schließlich die Aufgabe, die herrschende Macht in ein positives Licht zu stellen, und sie, wenn überhaupt, dann allenfalls so zaghaft zu kritisieren, dass die Kritik denn auch gleich als Lob verstanden würde, dass es nichts wirklich wichtiges zu kritisieren gibt.

Richtige Kultur ist schließlich, wenn man sich zu Tode langweilt, aber trotzdem hingeht, um dagewesen zu sein. Bloß keine Inhalte und nichts zum Nachdenken. In einer Zeit vor der großen Gleichschaltung von Medien, Kunst und Kultur war das freilich einmal anders. Leute wie Schiller, Marx und Brecht standen zu ihrer Zeit mal für eine Parteinahme in spannenden historischen Auseinandersetzungen. Aber wer weiß das schon noch?

Theater kann Mut machen…

Prof. Volker Rundshagen, Tourismusexperte an der Hochschule Stralsund, rät den Toursitikern  laut OZ vom 18./19.11.2017 u.a.:

Dem Urlaubsland MV empfiehlt Rundshagen daher, stärker auf die Kulturschiene zu setzen: „Wir haben die Backsteingotik, die Festspiele MV, Museen, Nationalparks und Künstlerkolonien. Hier sollten die Kräfte gebündelt und die buchbaren Angebote in Haupt- und Nebensaison ausgebaut werden.“

Theater vergisst auch der Stralsunder Rundshagen in dieser Aufzählung der „Kulturschiene“. Woran liegt es? Vielleicht daran:

Im Ernst: Theater kann die Welt nicht ändern. Aber Theater kann Mut machen, sie zu ändern.

Welches Theater in MV wäre hier zu nennen?

Einfach nur peinlich

Roland I. hat in seinem „Städtischen Anzeiger“ vom 2.11.2017, Seite 2, folgendes verkünden lassen:

Ich, der unterzeichnende Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock, Roland Methling, vertrete in dieser Funktion die Hansestadt Rostock als alleinige Gesellschafterin der Volkstheater Rostock GmbH…

… Dem künstlerischen Geschäftsführer Herrn Sewan Latchinan wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 06.0.6.2016 das Vertrauen entzogen. Deshalb erfolgt für Herrn Latchinan keine Entlastung.

Hat denn unserem heißgeliebten OB bislang wirklich niemand beibringen können, dass man keinen Brief, keinen Artikel, nicht einmal einen Absatz mit „ICH“ beginnt? Haben Elternhaus und Schule wirklich so grauslich versagt?

Rostocker Sparwut

Strafzinsen statt Theaterfinanzierung: Eine Frage von Kultur(losigkeit).
ODER: Warum hat die Bürgerschaft den OB nicht zum OSPA-Anlegerforum geschickt?

mcpoblog

Unser aller Oberbürgermeister lässt immer und überall erkennen, wie sehr ihm die Tilgung der Schulden, die sein „Konzern“ hat, am Herzen liegt (woher die Schulden kommen, wer für sie verantwortlich ist, wie hoch sie sind – das erfahren die Bürger nicht. Und wenn ein Bürger seine (?) Bürgerschaft fragt, dann weiß die das auch nicht und will es wohl auch gar nicht wissen. Demokratie eben).

„Konzern“, so nennt der OB bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit die Kommune Rostock. So führt er auch die ihm anvertraute Stadt. Kultur? Brauchen wir kaum, da sparen wir. Bildung, Soziales, Bürgerbeteiligung und ähnlicher Krimskram? Da sparen wir auch!

Immobilienwirtschaft, Hoch- und Tiefbau? Für deren Interessen hat der „Konzern“ stets ein offenes Ohr.

Aber wie passt das alles mit einer neueren Zeitungsmeldung zusammen? „Die Strafzinsen bei Geldinstituten haben Mecklenburg-Vorpommern erreicht. Die Hansestadt Rostock zahlt bereits für Guthaben bei einer ihrer Hausbanken, wie ein Sprecher…

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Geld ist offenbar genug da

mcpoblog

Beispiel 1:

Letztlich besuchte MP Sellering den Rostocker Zoo und sagte rund 9 Mio. € Fördermittel für das Zoo-Neubauprojekt „Polarium“ zu. Das Geld ist, anders als beim Volkstheater, nicht an Bedingungen geknüpft, etwa an die Abschaffung von Tieren, Gehegeverkleinerungen oder Mitarbeiterentlassungen… Auch die Stadt Rostock darf ihre 10 % Eigenanteil ausgeben – immerhin 1 Mio. €! Obwohl der Innenminister M-V ansonsten jede zusätzliche Ausgabe mit Hinweis auf den unverzichtbaren Schuldenabbau verbietet.

Beispiel 2:

Die Rostocker Fracht- und Fischereihafen GmbH baut eine neue Kaikante. Die kostet rund 6 Mio. €, 72 % davon gibt die Landesregierung dazu. Öffentliche Gelder als Geschenk an eine Privatfirma. Da muss ja richtig viel Geld im Landeshaushalt übrig sein!

Beispiel 3:

Die so klamme Hansestadt Rostock will nun auch – und ganz schnell! – das Petritor wieder aufbauen, dass 1960 wegen seiner Bombenschäden und des zu hohen Aufwandes bei der Wiederherstellung abgerissen worden war…

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Geschichten & Materialien zur Historie des Volkstheatergebäudes gesucht!

Gefunden:

Kennt ihr die Historie des Ortes, besitzt Fotos, Zeitungsartikel oder gar Gegenstände aus der Zeit der PHILHARMONIE oder dem Theater?

Für den 28. Mai 2016 plant unsere Tanzcompagnie eine ganz besondere Premiere: Im Stück CAFÉ COLORÉ werden Katja Taranu und ihr Team Geschichten aus der wechselvollen Vergangenheit des Gebäudeensembles des Volkstheaters erzählen.
Er war beliebtes Ausflugslokal, sozialdemokratisches Gewerkschaftshaus, Domizil der nationalsozialistischen Deutschen Arbeitsfront und ist seit nun mehr 72 Jahren ein lebendiges Theaterprovisorium.

Wir freuen uns auf eure Unterstützung!

Unsere Ansprechpartner in der Dramaturgie: Dörte Keck, Tel. 0381.3814640 / Martin Stefke, Tel. 0381.3814634 oder martin.stefke@rostock.de

theatergebaeude-frueher

Foto: Sammlung Andrasch

Mehr zur Inszenierung:
http://volkstheater-rostock.de/…/repert…/cafe-colore.1060513