Leserbriefe

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11 Gedanken zu „Leserbriefe

  1. Unfreies Rostock?

    Rostock hat Schulden und die Landesregierung besteht darauf, dass pro Jahr mindestens 10 Millionen Schulden getilgt werden. Offenbar wegen dieser Schulden wird die Stadt Rostock von der Landesregierung an der kurzen Leine geführt. Der Innenminister Caffier spricht im OZ-Interview von einem Investitionskorridor, in dem die Stadt sich bewegen darf und von einer Prioritätenliste, die abzuarbeiten ist. Das Volkstheater, die Mühlendammschleuse und andere nicht unwichtige Problemfelder gehören offenbar nicht dazu.

    Als alteingesessener Rostocker interessiert es mich schon, wie hoch der abzutragende Schuldenberg ist und wie lange es dauern wird, bis er durch Zahlungen von 10 Mio. € pro Jahr getilgt ist. Wofür und bei wem wurden die Schulden gemacht, wer hat sie zu verantworten? Warum gibt es angesichts des extrem niedrigen Zinsniveaus keine Umschuldung bzw. warum dringt die Landesregierung nicht darauf?

    Es dürfte von allgemeinem Interesse sein, wenn die OZ hierzu berichtet. Denn die Schulden der Stadt Rostock sind letztendlich Schulden, die auf uns rostocker Bürgern lasten!

    Eingereicht am 17.05. bei der OZ

  2. Rostocker Theatermord

    Kürzlich noch durften wir rostocker Bürger uns im Rahmen einer „Bürgerbeteiligung“ zum sogenannten Hybridmodell äußern, wenn auch nur mit „Anregungen und Hinweisen“. Diese „Beteiligung“ endete am 25.5. Just am gleichen Tag legte der Hybridmodell-Autor im Rathaus einen Text vor mit dem Anliegen „eines eindeutigen Beschlusses zur Schließung der Sparten Schauspiel und Tanz und Abbau anderer Bereiche“.

    Mit anderen Worten: Der scheidende kaufmännische Geschäftsführer hat mit seinem Modell alle an der Nase herumgeführt: Die Bürgerschaft, den Theateraufsichtsrat, den OB und nicht zuletzt uns Bürger. Der Autor widerruft seinen Text. Nicht aus besserer Einsicht, sondern um noch Schlimmeres zu bewirken.

    Hat sich der kaufmännische Geschäftsführer wirklich nur verrechnet? Das ist kaum glaubhaft angesichts der vielen Zahlenspiele im Hybridmodell und vor allem in den vielen, umfangreichen Anlagen. Wurden dem Bürger diese Anlagen vorenthalten, weil beim ernsthaften Nachrechnen die Fehlkalkultionen hätten offenbar werden können?

    Wenn wir glauben sollen, dass sich ein kaufmännischer Geschäftsführer einer nicht unbedeutenden Firma derart verrechnet, dass er ganze Branchen seines Betriebes opfern muss, dann könnte man auf den Gedanken kommen, er beherrscht sein Handwerk nicht. Und seine Vorgesetzten müssten auf den Gedanken kommen, ihn wegen Unfähigkeit fristlos zu entlassen. Aber nichts davon passiert. Statt dessen sollen gute, sehr gute Leute in die Wüste geschickt werden. Wo lebe ich eigentlich?

    Eingereicht am 31.05.16 bei der Ostsee-Zeitung

    • Gespräch Peter Laudenbach Frank Castorf im „Tagesspiegel“-Auszug

      „Sie haben Ihren erst vor einem Jahr installierten Chefdramaturgen Stefan Rosinski gekündigt. Was war der Auslöser?

      Jeder soll sagen, was er will, ich bin da auch nicht so fein. Aber wenn jemand in der Öffentlichkeit bestimmte Dinge tut oder sagt, dann stört das das Vertrauensverhältnis und den Betriebsfrieden. Ich hatte den Eindruck, dass er Projekte, die nicht von ihm sind, zu behindern versuchte, wie jetzt im Juni die Premiere mit Kurt Krömer. Regisseure wie Luc Bondy sind irritiert, weil Stefan Rosinski nach außen aufgetreten ist, als wäre er die Volksbühne. Er trifft beispielsweise Bondy und erklärt ihm eine Stunde lang in aller Unschuld Schiller. Das ist eine seltsame Vorstellung….:Stefan Rosinski hat gut einen Monat vor Saisonende für die kommende Spielzeit keine auch nur annähernd brauchbare Spielzeitplanung vorgelegt. Das ist für mich insofern ganz gut, als wenigstens keine falschen Projekte vereinbart sind. Jetzt bin ich mit vielen Leuten, die hier was machen wollen, im Gespräch.
      Sie haben Rosinski, der davor als Chef der Berliner Opernstiftung gescheitert war, zu Beginn der Spielzeit auf Wunsch der Kulturverwaltung engagiert. Frühere Fehlbesetzungen wie Gaby Gysi waren Ihre eigenen Fehler. Bei dem Tempo, mit dem an der Volksbühne Chefdramaturgen ausgetauscht werden, dürfte es schwer sein, hochkarätige Leute für diesen Job zu finden.

      Ich will das jetzt anders machen. Ich rede mit mehreren jüngeren Leuten, die gut sind. Und Schauspieler wie Kathi Angerer, Jeannette Spassowa, Bernhard Schütz, Milan Peschl, mit denen ich eine lange Geschichte habe, haben wieder bei „Nach Moskau“ mitgespielt. Das war sehr schön für mich, auch im Zusammensein. Was Rosinski versucht hat, war eine feindliche Übernahme. Leider hatte er überhaupt keinen Schimmer davon, was er als Chefdramaturg in einem Theater zu tun hat. Das ist jetzt erstmal eine große Befreiung. Jetzt muss ich selber mehr arbeiten, leider (lacht).“

      M. Müller

      • Auszug aus einem Artikel Castorf – Rosinski
        Als Grund für die vor wenigen Tagen ausgesprochene Kündigung seines Chefdramaturgen Stefan Rosinski gab Castorf ein gestörtes Vertrautensverhältnis sowie die Tatsache an, dass Rosinski wenige Wochen vor Saisonende für die kommende Spielzeit „keine auch nur annähernd brauchbare Spielzeitplanung“ vorgelegt habe. „Ich hatte den Eindruck, dass er Projekte, die nicht von ihm sind, zu behindern versuchte (…). Regisseure wie Luc Bondy sind irritiert, weil Stefan Rosinski nach außen aufgetreten ist, als wäre er die Volksbühne.“ Was dieser versucht habe, sei „eine feindliche Übernahme“ gewesen. „Leider hatte er überhaupt keinen Schimmer davon, was er als Chefdramaturg in einem Theater zu tun hat. Das ist jetzt erstmal eine große Befreiung.“
        Nachtkritik.de 9. Juni 2010
        No comment!

  3. Protest zum Abbau des VTR

    Sehet die Polikliniken an! Sie wurden verpönt, als unwirtschaftlich gegeißelt und abgebaut. Als sie total zerstört und zerstückelt waren, begann man, neue zu planen und neue zu errichten…
    Das kostet…
    Sehet die Neubaugebiete an: viele Schulen wurden geschleift, Kindertagesstätten abgebaut und Wohnhäuser, sogar ganze Hochhäuser, abgerissen. Das kostet… und jetzt?? Wohnraum fehlt in Zeiten, da entwurzelte Menschen Schutz suchen. Wer hätte das gedacht?
    Die segensreiche Einrichtung von Gemeindeschwesterstationen unterstützte die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum. Abgebaut…zerstört, aber nicht vergessen…und sie tauchen jetzt wieder auf als Neuerfindung mit Sparpotential Das kostet…!
    Wie viele Millionen wurden für die Olympiabewerbung ausgegeben? Das kostet…

    Sehet das Volkstheater an. Es ist jahrzehntelang sturmreif geschossen worden. Nun wird es ausgehöhlt, bald trauern wir um eine traditionsreiche Kultureinrichtung… Eine weitsichtige Politik für Theater in Rostock ist in weite Ferne gerückt… Das kostet…auch meine Wählerstimme.

    Wer hat uns Rostockerinnen und Rostockern die Millionen Schulden eingebrockt, deren genaue Höhe ich nicht kenne, für die das Theater nun ausgelöscht werden soll? Gerechtigkeit sieht anders aus, weitsichtige Politik auch

    • Danke für die Wortmeldung, Meike! Aber ist sie ein Leserbrief (dann wäre sie hier richtig) oder ein Beitrag im Rahmen der Bürgerbeteiligung zum Hybridmodell (dann soll sie besser auf der Seite „Bürgerbeteiligung“ stehen) oder ein Kommentar zu einem der Texte auf der „Startseite“, also dem eigentlichen Blog?

    • Liebe Steffi Brock, ich vermute, Sie meinen den Beitrag vom 8.6. mit dem Titel „Öffentlicher Dringlichkeitsantrag zur sofortigen Abberufung der Vorsitzenden des VTR-Aufsichtsrates“. Der Autor würde sich über Ihr Lob gewiss freuen, aber es nicht zwingend finden, weil Sie es hier auf der Seite „Leserbriefe“ geäußert haben und nicht als Kommentar zu seinem Artikel…

  4. Getanzte Geschichte

    Vor vielen Jahren, auf dem allerersten OZ-Theaterforum machte der rostocker Oberbürgermeister fast beiläufig eine Bemerkung: „2016 wird das Große Haus ohnehin abgerissen“. Jetzt sind wir mitten in diesem Jahr und der Abriss hat begonnen, klugerweise erst einmal beim Personal.

    Die Tanzcompagnie des rostocker Volkstheaters hat die 100jährige Geschichte des Großen Hauses erkundet und bringt sie getanzt, gesungen und gesprochen auf die Bühne, leider in nur in ganz wenigen Aufführungen.

    Selbst Theatermuffel sollten sich diese „Heimatkunde“ nicht entgehen lassen. Sie kommt wahrscheinlich in dieser Form nie wieder, denn auch die Tanzcompagnie steht auf der Abrißliste. Leute, geht ins Theater, so lange es das noch gibt!

    Am 13.6. bei der OZ als Leserbrief eingereicht und dort auch online veröffentlicht

  5. Danke für die Übersendung. Man hatte leider auch hier in Rostock den Eindruck, dass er eher gegen den Intendanten gearbeitet hat.

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