Vorweihnachtsfreude

Heute, am 14.122017, lesen wir in der Ostsee-Zeitung:

Das Oberlandesgericht in Rostock hat die im Juni 2016 ausgesprochene Kündigung des ehemaligen Intendanten des Rostocker Volkstheaters, Sewan Latchinian, für unwirksam erklärt. Latchinian war von der Volkstheater Rostock GmbH (VTR) unter anderem wegen des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht und öffentlicher Kritik an der geplanten Umstrukturierung des Theaters gekündigt worden.

Schon vor dem Landgericht Rostock hatte Latchinian erfolgreich gegen die Kündigung geklagt. Öffentliche Äußerungen seien vom Grundrecht auf Meinungs- und Kunstfreiheit gedeckt. Der Verstoß gegen die Verschwiegenheitspflicht rechtfertige nicht die Kündigung, hieß es im vergangenen Dezember. Dieser Meinung schloss sich das OLG in dem am Donnerstag verbreiteten Urteil an. Das OLG-Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

nachtkritik.de ergänzt wie folgt:

Das Pressebüro der Hansestadt Rostock gibt zu der OLG-Entscheidung folgende Stellungnahme: „Die Stadtverwaltung wird den Beschluss mit der inhaltlichen Begründung des Oberlandesgerichtes abwarten. Sie wird dann prüfen, ob eine Nichtzulassungsbeschwerde beim BGH einlegt werden sollte.“

Für das Recht-haben- und Recht-behalten-Wollen ist Roland I. kein Steuergeld zu schade.

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Theater kann Mut machen…

Prof. Volker Rundshagen, Tourismusexperte an der Hochschule Stralsund, rät den Toursitikern  laut OZ vom 18./19.11.2017 u.a.:

Dem Urlaubsland MV empfiehlt Rundshagen daher, stärker auf die Kulturschiene zu setzen: „Wir haben die Backsteingotik, die Festspiele MV, Museen, Nationalparks und Künstlerkolonien. Hier sollten die Kräfte gebündelt und die buchbaren Angebote in Haupt- und Nebensaison ausgebaut werden.“

Theater vergisst auch der Stralsunder Rundshagen in dieser Aufzählung der „Kulturschiene“. Woran liegt es? Vielleicht daran:

Im Ernst: Theater kann die Welt nicht ändern. Aber Theater kann Mut machen, sie zu ändern.

Welches Theater in MV wäre hier zu nennen?